Anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus findet am 27. Januar 2026 eine gemeinsame Gedenkstunde des Landtags von Sachsen-Anhalt und der Landesregierung im Plenarsaal des Landtags in Magdeburg statt. Im Mittelpunkt des diesjährigen Gedenkens stehen Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Mit ihrem Mut, ihrer Haltung und ihrem Einsatz gegen Unrecht und Gewaltherrschaft sowie für Menschlichkeit sollen sie in besonderer Weise gewürdigt und an sie erinnert werden.

Der Präsident des Landtags von Sachsen-Anhalt, Dr. Gunnar Schellenberger, wird zur Gedenkstunde Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft begrüßen. Die Gedenkrede hält die Historikerin und Publizistin Dr. Frauke Geyken. In einer szenischen Lesung aus persönlichen Briefen sowie aus Urteilen der nationalsozialistischen Justiz, begleitet von zeitgenössischer Musik und autobiografischen Texten, wird den Frauen des Widerstands Gehör verschafft und ihnen eine Stimme gegeben. Die Gedenkstunde wird live auf demYouTube-Account des Landtags gestreamt.
Kranzniederlegung am Mahnmal „MAGDA“
Bereits am Morgen des 27. Januars 2026 findet auf Einladung der Landeshauptstadt Magdeburg um 9.30 Uhr eine Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegung am Mahnmal des KZ-Außenlagers „MAGDA“ (Magdeburg-Rothensee) statt. Neben Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris wird der Präsident des Landtags dort ebenfalls Gedenkworte sprechen.
Filmvorführung am Abend
Am Abend lädt der Landtag von Sachsen-Anhalt zu einer besonderen Filmveranstaltung in das OLi-Kino in Magdeburg (Olvenstedter Straße) ein. Gezeigt wird um 18 Uhr der Film „In Liebe, Eure Hilde“ über die Widerstandskämpferin Hilde Coppi, die als Mitglied der „Roten Kapelle“ im Nationalsozialismus für ihre Überzeugungen kämpfte und hingerichtet wurde.
Im anschließenden Gespräch diskutieren der Regisseur Andreas Dresen, der Darsteller des Hans Coppi, Johannes Hegemann, und die Historikerin Dr. Frauke Geyken, moderiert von der Leiterin der Internationalen Gedenkstätte KZ Ravensbrück, Dr. Andrea Genest, über den Film, historische Hintergründe, Formen des Widerstands und des Erinnerns.
Achtung: Die für die Filmvorführung zur Verfügung stehenden Plätze für die Öffentlichkeit sind nach aktuellem Stand ausgebucht.

