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Plenarsitzung

Transkript

Frank Otto Lizureck (AfD):

Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! „Großbatteriespeicher gezielt ansiedeln“ hört sich ja gut an, ist es aber nicht. Warum? - Zunächst einmal: Der größte Batteriespeicher weltweit, die sogenannte Tesla Big Battery in Australien, hat eine Kapazität von 150 MW und kann 100 MW Leistung bereitstellen.-  Klingt gut, aber ist es wiederum auch nicht. Dieser Speicher könnte Deutschland gerade einmal für 3,3 Sekunden mit Strom versorgen und ist viel zu teuer.

(Sebastian Striegel, GRÜNE: Einspeisen!)

Die Kosten belaufen sich auf ungefähr 333 333 US-Dollar pro Megawattstunde Speicherkapazität. Diese Kosten müssen durch die späteren Stromrechnungen natürlich abgedeckt werden. Das wird also auch weiterhin keine Probleme lösen. Das ist zu viel Geld für eine Technologie, die kaum nennenswerten Beiträge zur Versorgungssicherheit leistet.

Betrachten wir jetzt einmal die deutsche Situation. Derzeit verfügt Deutschland über eine Speicherkapazität von 20 GW, meist privat   es lässt sich daher kaum regeln   mit einer Leistung von 11,5 GW und würde Deutschland rein rechnerisch 2,5 Minuten lang mit Strom versorgen.

(Dorothea Frederking, GRÜNE: Wie lange kann ein Kohlekraftwerk Deutschland mit Strom versorgen?)

Laut Branche sind aber weitere 100 GW Speicherkapazität notwendig. Legen wir die Kosten des australischen Projekts zu Grunde, müssten wir für die Batteriespeicher also 28,54 Milliarden € investieren. Ich gebe dabei zu bedenken, dass die Lebensdauer einer Batterie 15 Jahre beträgt.

(Zuruf von Sebastian Striegel, GRÜNE)

Ohne entsprechenden Netzausbau machen Stromspeicher aber überhaupt keinen Sinn. Und jetzt erinnern wir uns einmal: Für den Netzausbau sind bis zum Jahr 2045 schlappe 651 Milliarden € geplant. Rechnen wir jetzt noch die Wasserstoffpläne dazu   bis zum Jahr 2030 will ja die CDU-geführte Bundesregierung 40 GW installieren  , dann sind also in der Summe für lang- und mittelfristige Investitionen für Batteriespeicher, Netzausbau und Wasserstoff rund 880 Milliarden € nötig.

(Zuruf von den GRÜNEN)

Und ich habe hier noch eine andere Summe im Kopf, nämlich 172 Milliarden € - ein Loch im Staatshaushalt bis zum Jahr 2029. Ich frage mich jetzt: Wie sollen denn hierfür 880 Milliarden € aufgebracht werden?

(Sebastian Striegel, GRÜNE: Privates Geld, das in die Speicher fließt!)

Aber eines habe ich dabei natürlich nicht gedacht. Es gibt ja eine spezielle Währung der Taugenichtse und die heißt Sondervermögen.

(Sebastian Striegel, GRÜNE: Die Speicher werden nicht vom Staat gebaut! - Lothar Waehler, AfD: Der redet andauernd dazwischen!)

Das Werk dieser Taugenichtse hat ja Chris Wright, seines Zeichens Energieminister, wie folgt beschrieben - ich zitiere  : 2010 bezog Deutschland 80 % seiner Primärenergie aus Kohlenwasserstoffen. - Heute, nach einer halben Billionen Dollar Investition, einer Verdreifachung seiner Energiepreise, einer Verarmung der Bevölkerung und einer schrumpfenden Wirtschaft, sind sie von 80 % auf 74 % zurückgegangen. - Danke CDU!

(Sebastian Striegel, GRÜNE: Sie erzählen wirklich Quark! - Lothar Waehler, AfD: Schon viermal!)

Hoffentlich bewahrt der Wähler in Sachsen-Anhalt uns vor weiteren fünf Jahren CDU Herrschaft. - Danke.