Maximilian Gludau (FDP):
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Sicherheit der Fahrgäste und des Personals ist für die Attraktivität öffentlicher Verkehrsmittel von ganz zentraler Bedeutung.
(Zustimmung bei der FDP)
Für die meisten ist das vermutlich sogar wichtiger als günstige Tickets. Wir müssen jedoch feststellen, dass sich die Lage nicht nur in der Wahrnehmung der Menschen deutlich verschlechtert hat. Eine Reihe schockierender Vorkommnisse zeigt leider auch, dass objektiv ein Sicherheitsproblem vorliegt. Manches davon ist Teil einer Entwicklung, die wir allgemein in unserer Gesellschaft sehen und die sich in Bus und Bahn nur fortsetzt. Respektlosigkeit, Gewaltbereitschaft und eine kurze Zündschnur sind nur häufig Teil des Alltags.
In der Straßenbahn darf jedoch nicht das Gesetz der Straße gelten.
Es gibt durchaus Lösungsansätze, die möglichst schnell umgesetzt werden müssen. Diese werden in unserem Alternativantrag benannt. Dabei muss mehr objektive Sicherheit im Mittelpunkt stehen. Das heißt: mehr Sicherheitspersonal.
Des Weiteren brauchen wir Maßnahmen, die dabei helfen, Konfliktsituationen möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen. Es kann aber keine Lösung sein, Schwarzfahren zum Kavaliersdelikt zu machen, wie es jetzt wieder einmal in der Diskussion eingeworfen wurde.
(Beifall bei der FDP)
Diejenigen, die ihre Fahrkarte bezahlen, wären dann die Dummen. Das käme letztlich einer Bankrotterklärung des Staates gleich.
Nicht zuletzt sind wir alle gefragt. Aggressives Benehmen, Sachbeschädigung und Schuhe auf den Sitzen dürfen wir nicht schönreden, sondern sollten es wenigstens als das benennen, was es ist: unsoziales Verhalten.
Ich bitte Sie um Zustimmung zu dem Alternativantrag der Koalition. - Danke.

