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Plenarsitzung

Gegen Windräder im Naturpark

Um das Klima zu schützen und sich unabhängiger von fossilen Energien zu machen, sollen in den nächsten Jahren deutschlandweit deutlich mehr Windräder gebaut werden – neuerdings auch in Waldgebieten. Das ist seit einer Änderung des Landeswaldgesetzes vor zwei Jahren in Sachsen-Anhalt möglich. In der Gemeinde Muldestausee sind jetzt sogar Windräder im Naturpark Dübener Heide geplant. Um das zu verhindern, hat die Bürgerinitiative „Gegenwind Dübener Heide“ heute eine Petition an den Landtag von Sachsen-Anhalt übergeben.

Mit der Petition wird der Landtag gebeten, zu prüfen, „ob den besonderen Schutz-, Erholungs- und Entwicklungsfunktionen u.a. des Naturparks Dübener Heide sowie den besonderen Schutz- und Abwägungsbelangen von Waldstandorten im Rahmen der planerischen Abwägung hinreichend Rechnung getragen wird“. Außerdem soll geprüft werden, welche Auswirkungen die Anwendung der Vorwirkung gemäß § 245e Abs. 4 Baugesetzbuch im Zusammenhang mit dem Sachlichen Teilplan „Windenergie 2027“ auf betroffene Waldstandorte unter anderem im Naturpark Dübener Heide hat.

Die Bürgerinitiative begründet ihre Petition damit, dass der Naturpark Dübener Heide „ein Raum mit besonderen Schutz-, Erholungs- und Entwicklungsfunktionen sowie hoher Bedeutung für Waldökologie, Artenvielfalt, Landschaftsbild und die regionale Identität“ sei. Es bestünden erhebliche Zweifel, ob die besonderen Schutz- und Abwägungsbelange eines Waldstandortes im Naturpark bei der Entscheidung berücksichtigt worden seien. 

Sachsen-Anhalt ist eines der Bundesländer mit der größten Dichte an Windkraftanlagen. Zu Jahresbeginn waren es 2760, berichtet das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klima und Umwelt. Zum Vergleich, in Bayern waren es 1169 Windenergieanlagen (Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Ministerium).