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Plenarsitzung

Mandatsverzicht bei Nicole Anger

Die zuletzt fraktionslose Abgeordnete Nicole Anger aus Magdeburg (beruflich Referentin für frühkindliche Bildung und Jugendhilfe) hat ihr Landtagsmandat niedergelegt. „Wenn das Wesentliche gesagt, angestoßen und erkämpft ist, dann darf man auch loslassen“, schrieb Anger in einer Erklärung zu ihrem Rückzug. Anger hatte im Dezember 2025 zunächst ihre Fraktion Die Linke verlassen. Sie war unter anderem Mitglied im Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und im Ausschuss für Petitionen.

Die fraktionslose Abgeordnete Nicole Anger hat den Verzicht auf ihr Landtagsmandat erklärt.

Die fraktionslose Abgeordnete Nicole Anger hat den Verzicht auf ihr Landtagsmandat erklärt.

Sie sei angetreten, „um hinzuschauen, wo andere lieber wegsehen“. ME/CFS, der Landesrahmenvertrag, Inklusion, die seit 1994 nicht angepasste Heimrichtlinie in der Jugendhilfe, aber auch die Krankenhausreform, die Cannabislegalisierung, bessere Personalschlüssel in Kitas und steigende Eigenanteile in der Pflege waren Teil ihrer politischen Schwerpunktsetzung.

„Ich gehe dankbar. Dankbar für all die Menschen, die mich begleitet und mir vertraut haben. Für Unterstützung, Rückenstärkung und ehrliche Kritik. Für jede Ermutigung in schwierigen Momenten. Ihr habt diese Arbeit möglich gemacht – und getragen“, schreibt Nicole Anger.

Wie es jetzt weitergeht

Landtagsvizepräsidentin Anne-Marie Keding hat mit Schreiben vom 10. Februar 2026 den von Nicole Anger erklärten Verzicht auf das Abgeordnetenmandat bestätigt. Anger war Mitglied des Landtags seit Beginn der 8. Wahlperiode im Juni 2021. Nach einer Wochenfrist kontaktiert der Landtagspräsident am 18. Februar 2026 auf dem Expressweg die Landeswahlleiterin und erklärt (voraussichtlich!), dass es keinen Widerspruch zur Aufgabe des Mandats gegeben hat und dass um Benennung einer Nachfolgerin/eines Nachfolgers gebeten wird.

Diese/r könnte noch am selben Tag das Mandat annehmen. Die Ersatzperson wird von der Landesliste der Partei Die Linke gestellt. Da die Fraktion Die Linke dann wieder ein Mitglied mehr hat, wird im Ältestenrat über Veränderungen bei der Ausschussbesetzung und der Redezeitstruktur gesprochen werden müssen.