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Sonntag, 16.06.2019

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11:00 Uhr Datum: 16.06.2019

Landtagspräsidentin beim LandFrauenverband Sachsen-Anhalt

Grußwort als Schirmherrin zum Aktionstag „Hereinspaziert in lebendige Dörfer“ des LandFrauenverbandes Sachsen-Anhalt
Handelsgärtnerei van Ameron, Hinterdorfstraße 3, 39343 Ostingersleben

Plenarsitzung

Der Ereignisse vom 20. Juli 1944 gedenken

Sie wollten Hitler ermorden und den Zweiten Weltkrieg beenden: Mit einer Bombe versuchte eine Gruppe um Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944, Hitler auszuschalten. Ihr Umsturzversuch endete noch in der Nacht mit ihrer Hinrichtung. Die zentrale Gedenkveranstaltung, an der auch Landtagspräsident Hardy Peter Güssau teilnahm, fand am 20. Juli 2016 im Berliner Bendlerblock statt. Hier waren die Attentäter noch am Abend des 20. Juli 1944 hingerichtet worden.

Gedenktafel für die Hitler-Attentäter um Claus Schenk Graf von Stauffenberg an der Wolfsschanze. Foto: Brunswyk, wikipedia.de

Repräsentanten der Verfassungsorgane des Bundes, des Landes Berlin und der Stiftung 20. Juli 1944 sowie die Bundesministerin für Verteidigung werden Kränze niederlegen. Nach einem Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, hielt Bundesministerin Barbara Hendricks die Gedenkansprache. Das Totengedenken sprach der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung 20. Juli 1944, Axel Smend.

Landtagspräsident Hardy Peter Güssau bei der Gedenkveranstaltung in Berlin am 20. April 2016. Foto: Sebastian Schmalenberg

Güssau: „Hochachtung und Respekt“

„In der düstersten Zeit der deutschen Geschichte haben sich die Widerstandskämpfer vom 20. Juli 1944 nur dem eigenen Gewissen folgend furchtlos gegen Willkür und Unterdrückung gewandt und sich damit gegen die menschenverachtende nationalsozialistische Diktatur aufgelehnt“, erklärte Landtagspräsident Hardy Peter Güssau anlässlich des Gedenktags. „Ihr Einsatz für eine Zukunft ohne Tyrannei zeigt, dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind. Dafür gilt den Frauen und Männern unsere Hochachtung und unser Respekt. Der 20. Juli 1944 bleibt für uns Mahnung und Aufforderung zugleich, sich immer wieder aufs Neue für unser rechtsstaatliches und freiheitliches Gemeinwesen einzusetzen.“

Landtagspräsident Hardy Peter Güssau an der Gedenkstätte Bendlerblock in Berlin. Foto: Sebastian Schmalenberg

Eine Bombe, die ihr Ziel verfehlte

Das Attentat und der anschließende politische Umsturz waren von langer Hand geplant: von einer Gruppe ziviler und militärischer Oppositioneller, unter ihnen Generäle, Offiziere sowie Verwaltungsbeamte. Als am 20. Juli 1944 in der Wolfsschanze, Hitlers Führerhauptquartier, die Bombe hochgeht, sterben vier der 24 Anwesenden, Hitler selbst überlebt leichtverletzt.

Treibende Kraft der Widerstandsgruppe des 20. Juli war Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Offizier der deutschen Wehrmacht. Stauffenberg war zunächst kein ausgesprochener Gegner des NS-Regimes. Doch sehr bald gehörte er zu den Kritikern Hitlers. Unter dem Eindruck der Massenmorde an Juden, der hohen Verluste der Wehrmacht in Russland und der brutalen Behandlung der Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten wollte er zum Umsturz beitragen.

Hitler sollte getötet werden, die Verschwörer wollten die militärische Befehlsgewalt und die Regierungsverantwortung übernehmen. Für die Zeit danach existierte das „Unternehmen „Walküre“, mit dem man die Kontrolle über das Land und die besetzten Gebiete vom NS-Regime übernehmen wollte.

Die blutigen Folgen des Attentats

Das Attentat am 20. Juli 1944 schlug fehl. Noch in derselben Nacht wurden von Stauffenberg und weitere Hauptverantwortliche des Attentats im Hof des Bendlerblocks, der Berliner Zentrale des Umsturzversuches, erschossen. In den Tagen nach dem Attentatsversuch nahm die Gestapo Tausende von Regimegegnern fest. Anfang August begannen die Prozesse vor dem damaligen Volksgerichtshof, die bis zum Zusammenbruch des NS-Regimes im Mai 1945 andauerten. Hunderte wurden hingerichtet.

Die Zahl der Menschenleben, die durch dieses Attentat in dem noch verbleibenden Kriegsjahr hätten gerettet werden können, macht die Tragweite des Misslingens besonders bewusst: Denn nach dem 20. Juli 1944 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs starben fast ebenso viele Menschen wie in den ganzen Kriegsjahren zuvor.

Quelle: bpb