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Plenarsitzung

Ausstellungen

Der Landtag von Sachsen-Anhalt präsentiert regelmäßig in seinem Parlamentsgebäude Ausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern sowie Vereinen und anderen Institutionen. Von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 17 Uhr können die Ausstellungen im Parlamentsgebäude am Domplatz besucht werden. Der Eintritt ist kostenfrei. Am Empfang müssen zunächst ein Besuchsschein ausgefüllt und ein gültiger amtlicher Lichtbildausweis hinterlegt werden. Jeder Gast erhält dann einen Tagesausweis für das Parlamentsgebäude.

„Für Freiheit und Republik!
Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924 bis 1933“

22. FEBRUAR bis 28. MÄRZ 2024

Vor 100 Jahren wurde das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund der republikanischen Kriegsteilnehmer e.V., nach den schweren politischen Unruhen des Jahres 1923 gegründet. Als parteiübergreifende Organisation wollte es die Weimarer Republik zu schützen. Sozialdemokraten, Mitglieder der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) und des Zentrums engagierten sich im Reichsbanner für die Festigung der Republik und für die Achtung der Verfassung. Anlässlich der Gründung des Reichsbanners von 100 Jahren, erinnert der Landtag mit einer Ausstellung an diese politische Organisation.

  • Kurze Geschichte des Reichsbanners

    Dem Reichsbanner gehörten vor allem ehemalige Soldaten des Ersten Weltkrieges an. Anders als der rechtsextreme Wehrverband Stahlhelm oder der Rote Frontkämpferbund der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) engagierten sich seine Mitglieder für die noch junge deutsche Demokratie. Schnell entwickelte sich das Reichsbanner zu einer Massenorganisation mit bis zu drei Millionen Mitgliedern.

    Der Verband wollte eine demokratische und republikanische Staatsgesinnung in der Bevölkerung verankern. Nach dem Wahlerfolg der Nationalsozialisten 1930 verstärkte das Reichsbanner seinen Einsatz gegen die nationalsozialistische Gewalt. Gewerkschaften, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), Reichsbanner und Arbeitersportorganisationen schlossen sich Ende 1931 zur Eisernen Front zusammen.

    Doch mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 war die Niederlage der Republikaner besiegelt. Am 19. Februar 1933 kam es ein letztes Mal zu einer großen Freiheitskundgebung des Reichsbanners vor dem Berliner Schloss. Kurz darauf wurde das Reichsbanner verboten, seine Aktivisten verfolgt, inhaftiert und ins Exil getrieben.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.reichsbanner.de

Dietrich Genau – HEIMAT-maler aus Hoym/Anhalt 

3. APRIL BIS 3. MAI 2024

Dietrich Genau wurde 1936 in Osnabrück geboren. Durch die Kriegswirren verschlug es ihn als Kind mit seiner Familie in den Ort Hoym in der Nähe von Ballenstedt im nördlichen Harzvorland. Nach der Schulzeit in Hoym und durch seine handwerkliche Begabung machte er anschließend eine Ausbildung zum Zimmermann. Bis 1992 übte er diesen Beruf aktiv aus und beschäftigte sich nebenbei mit der Heimatgeschichte von Hoym und der Region. Von Bleistiftzeichnungen, Aquarellen, Ölbildern bis hin zu Schnitzereien ist in seinem Œuvre künstlerisch alles vertreten. So hat Dietrich Genau folgerichtig in seinem Leben die verschiedensten Kunstwerke geschaffen. Die Präsentation im Landtag von Sachsen-Anhalt zeigt nur einen Ausschnitt seines Schaffens. Die Ölgemälde bilden eine Serie von Ansichten aus seinem Heimatort Hoym. Die Wappen schnitzte Dietrich Genau als gelernter Zimmermann selber und bemalte diese nach Vorlage farbig.

René Matzko – Menschen und Natur

3. APRIL BIS 3. MAI 2024

Gebürtig aus Greifswald an der Ostseeküste stammend führte ihn sein Weg über Rostock, wo er Lehramt an Grundschulen studierte, über Halle (Saale) mit dem Studienabschluss Rehabilitationspädagogik nach Haldensleben, wo er seit 2019 als Konrektor der Förderschule mit Schwerpunkt „Lernen“ tätig ist. In seiner Freizeit beschäftigt sich René Matzko mit der Öl-, Acryl-, Aquarellmalerei als Ausgleich zu seiner beruflichen Tätigkeit. Thematisch zieht sich die Verbundenheit zur Natur, speziell zur alten Heimat die Landschaft und das Meer in seinen Werken hindurch. Der Mensch erscheint in seinen Bildern als Staffage oder als Blickgeber in die Landschaft. In seinen Bildern spielt der Einsatz von Licht und Schatten eine wichtige Rolle. Die Farben vermitteln bei den harten Kontrasten zwischen Hell und Dunkel.

„… denen mitzuwirken versagt war“ – Ostdeutsche Demokraten in der frühen Nachkriegszeit

15. MAI BIS 28. JUNI 2024

Beim Jubiläum 2024 wird sich viel Aufmerksamkeit auf Bonn und das Grundgesetz richten, auf den Parlamentarischen Rat, den demokratischen Neubeginn in der jungen Bundesrepublik. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass auch in Ostdeutschland viele Menschen die Ideale der Demokratie teilten und sich für Freiheit und demokratische Rechte einsetzten und dabei ihre Freiheit oder oft auch ihr Leben riskierten. In der Präambel des Grundgesetzes vom 23. Mai 1949 heißt es daher bezogen auf den Parlamentarischen Rat: „Er hat auch für jene Deutschen gehandelt, denen mitzuwirken versagt war.“ Die Ausstellung stellt die 19 Grundrechte des Grundgesetzes im Wortlaut dar und bezieht diese in einem Kommentar auf die Verhältnisse in der SBZ/DDR zwischen 1945 und 1953. Es werden ca. 35 Männer und Frauen, die sich nach 1945 in der SBZ bzw. in der frühen DDR für ihre Grundrechte, für demokratische Freiheit und Rechtsstaatlichkeit eingesetzt und ihre Grundrechte in Anspruch genommen haben und von den kommunistischen Machthabern verfolgt wurden, porträtiert. Die Biographie und das demokratische Engagement werden mit den einzelnen Grundrechten verbunden.


Die angegebenen Ausstellungstermine können sich im Einzelfall noch verschieben. Es wird empfohlen, sich über die Internetseite des Landtags aktuell zu informieren.

Sollten Sie Fragen zu einer der Ausstellungen haben oder daran interessiert sein, Ihre eigene Ausstellung im Landtag zu präsentieren, dann steht Ihnen für weitere Auskünfte Matthias Unfried (Tel. 0391 560-1258) als Ansprechpartner zur Verfügung.