Cookies helfen uns bei der Weiterentwicklung und Bereitstellung der Webseite. Durch die Bestätigung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden.

Plenarsitzung

Ausstellungen

Der Landtag von Sachsen-Anhalt präsentiert regelmäßig in seinem Parlamentsgebäude Ausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern sowie Vereinen und anderen Institutionen. Von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 17 Uhr können die Ausstellungen im Parlamentsgebäude am Domplatz besucht werden. Der Eintritt ist kostenfrei. Am Empfang müssen zunächst ein Besuchsschein ausgefüllt und ein gültiger amtlicher Lichtbildausweis hinterlegt werden. Jeder Gast erhält dann einen Tagesausweis für das Parlamentsgebäude.

„Menschen und Krieg“

17. Januar bis 20. Februar 2024

Bombardierte Häuser, hungernde Kinder, verzweifelte Menschen auf der Flucht – diese Bilder bestimmen die Nachrichten seit Monaten wieder mehr denn je. Die gewaltsamen Konflikte auf der Welt haben zugenommen und nachhaltige Lösungen sind nicht in Sicht. Jemand, der Krieg bereits hautnah erlebt hat, ist der Kriegsreporter und Fotograf Knut Mueller aus Halle (Saale). Zu Beginn des neuen Jahres 2024 zeigt der Landtag von Sachsen-Anhalt gleich zwei Ausstellungen des heute 71-Jährigen.

Unter den Titel „Menschen und Krieg“ werden 20 großformatige Fotografien von Kriegsschauplätzen der letzten Jahrzehnte präsentiert. Zu sehen sind Menschen, die versuchen, trotz des Chaos und der Zerstörung um sie herum, den Alltag zu bewältigen und schlicht zu überleben. Knut Mueller war mit seiner Fotokamera unter anderem in den Balkankriegen von 1991 bis 2001 in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und im Kosovo vor Ort. Während des letzten Afghanistankonflikts vor der Machtübernahme durch die Taliban fotografierte er am Hindukusch und in den Stammesgebieten Pakistans.

Zwei Menschen (vertriebene Roma) sitzen auf wenigen Taschen im Bahnhof und warten.

Zwei Roma sitzen auf ihren Habseligkeiten, nachdem sie während des Kosovo-Kriegs von albanischen Extremisten vertrieben worden waren.

„Auschwitz – Gedenken und Lernen“

17. Januar bis 20. Februar 2024

Die zweite Ausstellung von Knut Mueller beschäftigt sich mit der Frage, wie wir heute mit der Erinnerung an den Holocaust umgehen und welchen Zugang insbesondere die jüngere Generationen zu den unfassbaren Taten der Nationalsozialisten findet und welche Emotionen diese bei ihnen auslösen. Die Ausstellung„Auschwitz – Gedenken und Lernen“ präsentiert Foto- und Textcollagen von Gedenkstättenfahrten zu den NS-Vernichtungslagern Auschwitz-Birkenau und Treblinka in Polen. Als künstlerischer Fachberater hat Knut Mueller zusammen mit dem Pädagogen Uwe Maul diese Fahrten über viele Jahre begleitet. Gezeigt werden großformatige Collagen von Schülerinnen und Schülern, die mit Collagen des Fotoreporters Knut Mueller ergänzt werden.

Collage mit Bilder, Texten und Fotos zum Thema Erinnerungskultur

Eine der ausgestellten Collagen des Schülerprojekts „Auschwitz – Gedenken und Lernen“.

„Für Freiheit und Republik!
Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924 bis 1933“

22. Februar bis 28. März 2024

Vor 100 Jahren wurde das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund der republikanischen Kriegsteilnehmer e.V., nach den schweren politischen Unruhen des Jahres 1923 gegründet. Als parteiübergreifende Organisation wollte es die Weimarer Republik zu schützen. Sozialdemokraten, Mitglieder der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) und des Zentrums engagierten sich im Reichsbanner für die Festigung der Republik und für die Achtung der Verfassung. Anlässlich der Gründung des Reichsbanners von 100 Jahren, erinnert der Landtag mit einer Ausstellung an diese politische Organisation.

  • Kurze Geschichte des Reichsbanners

    Dem Reichsbanner gehörten vor allem ehemalige Soldaten des Ersten Weltkrieges an. Anders als der rechtsextreme Wehrverband Stahlhelm oder der Rote Frontkämpferbund der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) engagierten sich seine Mitglieder für die noch junge deutsche Demokratie. Schnell entwickelte sich das Reichsbanner zu einer Massenorganisation mit bis zu drei Millionen Mitgliedern.

    Der Verband wollte eine demokratische und republikanische Staatsgesinnung in der Bevölkerung verankern. Nach dem Wahlerfolg der Nationalsozialisten 1930 verstärkte das Reichsbanner seinen Einsatz gegen die nationalsozialistische Gewalt. Gewerkschaften, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), Reichsbanner und Arbeitersportorganisationen schlossen sich Ende 1931 zur Eisernen Front zusammen.

    Doch mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 war die Niederlage der Republikaner besiegelt. Am 19. Februar 1933 kam es ein letztes Mal zu einer großen Freiheitskundgebung des Reichsbanners vor dem Berliner Schloss. Kurz darauf wurde das Reichsbanner verboten, seine Aktivisten verfolgt, inhaftiert und ins Exil getrieben.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.reichsbanner.de


Die angegebenen Ausstellungstermine können sich im Einzelfall noch verschieben. Es wird empfohlen, sich über die Internetseite des Landtags aktuell zu informieren.

Sollten Sie Fragen zu einer der Ausstellungen haben oder daran interessiert sein, Ihre eigene Ausstellung im Landtag zu präsentieren, dann steht Ihnen für weitere Auskünfte Matthias Unfried (Tel. 0391 560-1258) als Ansprechpartner zur Verfügung.