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Plenarsitzung

Ausstellungen

Nach längerer Corona-Pause präsentiert der Landtag von Sachsen-Anhalt wieder regelmäßig in seinem Parlamentsgebäude Ausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern sowie Vereinen und anderen Institutionen. Von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 18 Uhr können die Ausstellungen im Parlamentsgebäude am Domplatz besucht werden. Der Eintritt ist kostenfrei. Beim Besuch der Ausstellungen gelten die jeweils aktuellen pandemiebedingten Regelungen zum Infektionsschutz im Landtag.

 

Zusammenhalt in Vielfalt – Jüdischer Alltag in Deutschland

6. bis 22. Oktober 2021

Die Wanderausstellung zeigt die zehn prämierten Fotos des Fotowettbewerbs „Zusammenhalt in Vielfalt – Jüdischer Alltag in Deutschland“. Die Initiatoren wollen damit die Vielfalt, aber auch die Normalität jüdischen Lebens als unverbrüchlichen, integrativen Bestandteil der deutschen Gesellschaft herausstellen. Iris Berben, Schauspielerin und Jurymitglied beim Wettbewerb, erklärte dazu: „Fotos erzählen Geschichten, sind Momentaufnahmen, Schnappschüsse, inszenierte Situationen. Fotos machen sichtbar, das Schöne und das Schmerzhafte, können Fragen stellen und Möglichkeiten aufzeigen. Sie brauchen keine Worte – nur unseren Blick. Wir müssen HINSCHAUEN!“

Ausführliche Informationen zum Foto-Wettbewerb und den zehn prämierten Fotos finden Sie im Begleitheft zur Ausstellung (PDF) und auf: www.fotowettbewerb-juedischer-alltag.de

Zwei Schulkinder mit Kippa und Rucksäcken stehen wartend an einer Straßenbahnhaltestelle.

Das Foto „Auf dem Weg zur Schule“ erreichte den zweiten Platz im Fotowettbewerb „Zusammenhalt in Vielfalt – Jüdischer Alltag in Deutschland“. Foto: Evgenia Lisowski

Haus der Ewigkeit – Jüdische Friedhöfe im mitteleuropäischen Kulturraum 2004–2021

21. Oktober bis 30. November 2021

Jüdische Friedhöfe zählen neben den Synagogen und Mikwaot (rituelle Tauchbäder) zu den zentralen Einrichtungen von jüdischen Gemeinden, sie sind damit ein wesentlicher Bestandteil der jüdischen Alltagskultur. Nach letzter Zählung aus dem Jahr 2016 gibt es in Deutschland etwa 2 000 jüdische Friedhöfe mit schätzungsweise insgesamt 600 000 Grabsteinen, auf etwa 110 jüdischen Friedhöfen finden heute noch Bestattungen statt. Die Ausstellung zeigt einen kleinen Teil der fotografischen Dokumentation von 66 Friedhöfen in Deutschland, Polen, der Ukraine und der Tschechischen Republik. Ein Steckbrief erläutert örtliche Gegebenheiten und Hintergründe zum jeweiligen Friedhof. Die Fotografien zeigen in ihrer dokumentarischen Art die fast verlorengegangene Sepulkralkultur.

Großaufnahme eines jüdischen Grabsteins mit Inschrift

Die Ausstellung zeigt jüdische Friedhöfe in Deutschland und Mitteleuropa. Hier ein Beispiel aus Halle (Saale). Foto: Marcel Th. Jacobs

„Politische Strafjustiz in der Sowjetischen Besatzungszone und frühen DDR – Sachsen-Anhalt“

9. Dezember 2021 bis 2. Januar 2022

Die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt thematisiert mit dieser Ausstellung das Agieren der sowjetischen Geheimdienste und der Militärjustiz für die Jahre 1945 bis 1952 in Mittel- und Ostdeutschland. Erstmals werden für ein gesamtes Bundesland die Massenverhaftungen und Aburteilungen deutscher Zivilistinnen und Zivilisten anhand lokaler Fallbeispiele veranschaulicht. Im Gebiet des damaligen Sachsen-Anhalts sind allein für die Jahre 1945/46 mehr als 12 000 Menschen bei Massenverhaftungen dokumentiert. Etwa 2 600 weitere Fälle betreffen Menschen, die von sowjetischen Militärtribunalen zu – in der Regel mehr als zehn Jahren – Lagerhaft  abgeurteilt wurden, davon in mindestens 289 Fällen zum Tode.

Drei Plakate einer Ausstellung

Im Dezember zeigt der Landtag die Ausstellung „Politische Strafjustiz in der Sowjetischen Besatzungszone und frühen DDR – Sachsen-Anhalt“. Foto: Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt.

Die angegebenen Ausstellungstermine können sich im Einzelfall noch verschieben. Es wird empfohlen, sich über die Internetseite des Landtags aktuell zu informieren.

Sollten Sie Fragen zu einer der Ausstellungen haben oder daran interessiert sein, Ihre eigene Ausstellung im Landtag zu präsentieren, dann steht Ihnen für weitere Auskünfte Matthias Unfried (Tel. 0391 560-1258) als Ansprechpartner zur Verfügung.