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Plenarsitzung

Transkript

Dr. Katja Pähle (SPD):

Vielen Dank, Herr Vizepräsident. - Immer wenn Sie nach anderen auf der Spur eines wirklich zu kritisierenden Vorfalls sind     Ich meine mich zu erinnern, dass der Selbstbefassungsantrag im Ausschuss für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung zum Beispiel auch auf die Fraktion DIE LINKE zurückging. Denn wie Frau Heiß eben schon sagte, haben auch wir ein Schreiben von Studierenden erhalten.

Die Studierendenzeitung der Martin-Luther-Universität „Hastuzeit“ hat übrigens in voller Breite das, was zu kritisieren war, aufgedeckt. Vielleicht ist das das Geheimdossier, Herr Dr. Tillschneider, das Sie jetzt auch bekommen haben.

(Heiterkeit und Beifall)

Darin sind tatsächlich die Verstrickungen aufgeführt worden. Und genau das ist hier mit der Dekanin ausgetauscht worden.

Ich gebe zu, auch zu meiner Verwunderung gab es dort eine komplette Zurückweisung. Es gab auch innerhalb des Institutes um diesen Fall sehr viele Konflikte. Aber ich möchte an dieser Stelle wirklich deutlich sagen: Das, was Sie einfach unterschätzen, ist - das müssten Sie eigentlich wissen - die Folge von Gremienentscheidungen, die an dieser Stelle dazu geführt haben, dass der eine Bewerber quasi zum Zuge kam, was das Gericht jetzt gekippt hat.

Und dass Ihnen nichts Besseres einfällt, als das in dem Moment, wo Sie etwas zu spät entdeckt haben, auch noch in Verbindung mit Parteien zu bringen, die Ihnen einfach von Ihrer Ausrichtung her nicht passen, das ist, ehrlich gesagt, ein wissenschaftliches Armutszeugnis. - Vielen Dank.

(Beifall)


Vizepräsident Willi Mittelstädt:

Frau Dr. Pähle, Herr Dr. Tillschneider hat sich zu einer Frage gemeldet, wenn Sie noch zur Verfügung stehen würden. - Dann hat Herr Dr. Tillschneider jetzt das Wort.

(Sebastian Striegel, GRÜNE: Das ist aber eine Privatvorlesung!)


Dr. Hans-Thomas Tillschneider (AfD):

Ich will jetzt nur erklären, dass ich noch nie in meinem Leben einen Blick in eine Zeitschrift namens „Hastuzeit“ der linken Hallenser Studenten geworfen habe.

(Olaf Meister, GRÜNE: Das wäre aber vielleicht sinnvoll! - Sebastian Striegel, GRÜNE: Da ist Ihnen etwas entgangen! - Zustimmung)


Dr. Katja Pähle (SPD):

Ich ahne aber, Herr Tillschneider, dass das, was Sie gerade als Geheimdossier bezeichnet haben,

(Heiterkeit)

genau das ist, was ebenfalls in der Zeitung veröffentlicht war.

(Zustimmung - Olaf Meister, GRÜNE: Machen Sie vielleicht ein Probe-Abo!)

Genau das hat nämlich dazu geführt, dass wir uns im Ausschuss damit beschäftigt haben.

(Zustimmung - Zurufe)

Übrigens waren viele Darstellungen aus dieser Zeit auch in überregionalen Presseberichterstattungen nachzulesen.

(Zurufe - Unruhe)

Da braucht es keine Geheimdossiers, die Sie ein halbes Jahr zu spät entdecken. - Vielen Dank.

(Zustimmung)