Cookies helfen uns bei der Weiterentwicklung und Bereitstellung der Webseite. Durch die Bestätigung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden.

Plenarsitzung

Transkript

Kerstin Eisenreich (DIE LINKE):

Vielen Dank. - Meine Damen und Herren! Der Grundgedanke des Antrags, der uns hier vorliegt, ist in Anbetracht der wichtigen Funktionen des Waldes und der Herausforderungen für die Forstwirtschaft richtig. Immer mehr und anspruchsvollere Aufgaben verlangen eine höhere Personalintensität, wenn ich vor allem an die Kalamitäten denke, an den Waldumbau und an Sturmschäden, die zu beseitigen sind.

Wir haben zu dem vorliegenden Antrag einen Änderungsantrag vorgelegt, und ich möchte kurz auf diese Änderungen eingehen. Denn genau aus diesem Zustand, der gerade hier beschrieben wurde und auch von vielen Vorrednern angerissen wurde, ergeben sich einige Forderungen für Änderungen zu Ihrem Antrag.

Das Landeszentrum Wald soll immer weitere Aufgaben übernehmen. Dann muss man natürlich auch sagen, dass dann endlich die von uns seit Langem geforderte Aufstockung des Personals erfolgen muss.

(Beifall bei der LINKEN)

Daran geht überhaupt nichts vorbei. Damit einhergeht, dass wir endlich auch im Landeszentrum Wald und Landesforstbetrieb eine derartige Personalentwicklungsstrategie entwickeln, die es ermöglicht, alle Personalabgänge nachzubesetzen und vor allem jetzt schon offene Stelle kurzfristig bis Anfang September zu besetzen.

Bei der forstlichen Ausbildung in Magdeburgerforth - Sie haben sie mit einem sehr kurzen Satz in Ihrem Antrag angesprochen - muss ich Sie insofern in die Pflicht nehmen, dass der Teufel hier im Detail steckt. Aktuell haben wir einen Personalstand in Magdeburgerforth von 19. In Ihrem Koalitionsvertrag haben Sie vereinbart, dass 21 Stellen auskömmlich sind, die vorzuhalten sind und dass hier Sachmittel, wie gefordert, einzustellen sind.

Bitte, wenn wir jetzt von 19 Stellen aktuell ausgehen, haben wir schon eine Verschlechterung der Situation. Das kann einfach nicht sein. Hier müssen wir wieder auf das in Ihrem Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel hinarbeiten.

Ein weiteres Manko wurde auch angesprochen: Wir haben gut ausgebildete Absolventen der Ausbildungsstätte, die allerdings hier im Land keine Arbeit finden.

(Ministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert: Das ist falsch!)

Wir haben eine Einstellung im Landeszentrum Wald bzw. Landesforstbetrieb. Ich glaube, hier müssen wir endlich anderes vorgehen und sagen: Wenn ihr bei uns die Ausbildung macht, habt ihr die Möglichkeit, auch im Land beschäftigt zu werden. Hier sollte das Land den Vorschlag einer Übernahme in Aussicht stellen, damit junge Menschen auch im Land bleiben und sich in unserem Forst mit guter Ausbildung engagieren können.

Für Ihre Forderung nach der Förderung stehen auch wir ein. Allerdings muss ich sagen: Sie ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn auch die Antragstellung auf Fördermittel endlich vereinfacht wird und diese auch tatsächlich zeitnah bewilligt werden. Das ergibt dann tatsächlich Sinn für diejenigen, die diese Fördermittel möglich einfach, unkonventionell und schnell benötigen.

Der Punkt 9 ist schon mehrfach angesprochen worden. Auch hier sind wir dafür. Das kennen Sie aus der Glyphosat-Debatte: Pflanzenschutzmittel sollten immer das letzte Mittel der Wahl sein und nur, wenn es unumgänglich ist, eingesetzt werden. Dementsprechend sind hier auch alternative Methoden des Pflanzenschutzes zu verwenden.

Das sind unsere Vorschläge zur Änderung Ihres Antrags. Ich bitte um Zustimmung.

(Beifall bei der LINKEN)