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Plenarsitzung

Transkript

Dr. Hans-Thomas Tillschneider (AfD):

Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Die GRÜNEN begehren mit dem vorliegenden Antrag, dass wir den Antifeminismus-Trend an Schulen bekämpfen. Die GRÜNEN wollen also den Anti-Antifeminismus an die Schulen bringen, und da die doppelte Negation sich bekanntlich aufhebt, wollen sie nichts anderes, als den Feminismus an der Schule verbreiten. Können wir das wollen?

(Zuruf von der AfD: Nein! - Olaf Meister, GRÜNE: Ja!)

- Nein, das können wir nicht wollen; denn der Feminismus ist eine genuine linke Ideologie, die das Verhältnis zwischen Männern und Frauen vergiftet, indem sie dort, wo Harmonie und schönste Komplementarität herrschen sollte, im Verhältnis der Geschlechter in Ehe und Familie Interessen und Gegensätze postuliert, Zwietracht sät und Kämpfe entfacht.

Wollten wir aber den Feminismus nur dafür kritisieren, dass er eine Art Klassenkampf zwischen den Geschlechtern entfacht, würden wir zu kurz greifen und obendrein den Feministinnen auf den Leim gehen. Nietzsche hat höchst scharfsinnig zum Feminismus bemerkt, er sei nicht der Kampf des Weibes gegen den Mann, sondern der Kampf des missratenen Weibes gegen das Wohlgeratene.

(Lachen bei der AfD- Oh! bei der SPD und bei den GRÜNEN)

Dieser Aphorismus hat mir die Augen für die eigentliche Absicht Ihres Antrages geöffnet. Sie richten sich gegen die wachsende Anzahl junger Frauen, die sich dem Feminismus verweigern und sich bewusst für eine traditionelle Rolle entscheiden. Diese sogenannte Tradwife-Bewegung, die gerade auch in den sozialen Medien unter der Parole „feminin, nicht feministisch“ um sich greift, ist Ihnen ein Dorn im Auge.

Der wahre Hass der Feministinnen richtete sich nie gegen die Männer, sondern gegen die Frauen, die sich dem Feminismus verweigerten und deshalb dem Verdikt des Verrats an ihrem Geschlecht anheimfielen.

(Olaf Meister, GRÜNE, lacht)

Genau darum geht es hier. Wenn Sie in Ihren Antrag schreiben, Ziel sei eine freie Entfaltung aller Kinder und Jugendlichen, verbunden mit Schutz vor Rollenzwang, ist das glatt gelogen. Sie wollen keine Freiheit von Rollenzwang, sie wollen junge Frauen in die feministische Rolle zwingen.

Wir dagegen wollen aus echt liberalem Geist, jungen Menschen keine Rolle aufzwingen.

(Olaf Meister, GRÜNE, lacht)

Deshalb respektieren wir es, wenn immer mehr junge Frauen sich aus freien Stücken an einem traditionellen Rollenverständnis orientieren. Die Menschen sollen leben, wie sie leben wollen.

(Zustimmung bei der AfD - Zuruf: Jawohl!)

Wir müssen also nicht den angeblichen Antifeminismus zurückdrängen, sondern müssten eher den autoritären Feminismus zurückdrängen. Aber wir sind ganz gelassen. Dazu braucht es keine staatlichen Programme und keine politischen Anstrengungen; denn der Feminismus ist so unattraktiv in jeder Hinsicht, dass er sich von ganz allein erledigt. - Vielen Dank.

(Zustimmung bei der AfD)