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Plenarsitzung

Transkript

Christian Mertens (AfD):

Das werden wir sehen. - Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kollegen Abgeordnete! Sachsen-Anhalt gehört zu den Bundesländern mit den geringsten Mietpreisen überhaupt. Das gilt insbesondere für den ländlichen Raum, aber auch für die Großstädte Magdeburg und Halle, wie Zahlen aus den Jahren 2024 und 2025 belegen.

Wahr ist, dass auch hierzulande die Mietpreise steigen. Sie sind aber im Verhältnis zu anderen Bundesländern immer noch mehr als erschwinglich. Daher erschließt sich uns als AfD-Fraktion nicht sofort, warum der Staat nun ausgerechnet seine Förderung im Bereich der Studentenwohnheime ausbauen soll. Denn selbst wenn alles, was Sie als Linke in Ihrem Antrag bezüglich der Angebots- und Nachfragesituation beschreiben, wahr sein sollte, dürften die Auswirkungen auf die Zahl an Studenten in Sachsen-Anhalt marginal sein, weil man doch in der Regel immer, aber nicht überall eine Wohnung oder WG findet. Sie liegt dann vielleicht nicht in den angesagtesten Vierteln; das ist durchaus möglich. Darauf besteht dann aber auch kein Anspruch.

Uns stößt auch ein wenig auf die Konzentration auf die Studenten. Im Titel Ihres Antrags werden die Azubis zwar auch genannt.

Nahezu die gesamte Begründung bezieht sich aber auf Studenten, woran man den Schwerpunkt schon erkennt.

Uns als AfD ist aber daran gelegen, die Ausbildung in all ihren Facetten wieder mehr hervorzuheben. Hier bewegen wir uns natürlich auch im Feld einer generellen Ausrichtung der Bildungspolitik der Gesellschaft; denn seit Jahrzehnten steigt die Zahl der Studenten, aber sinkt die Zahl der Auszubildenden - mit gravierenden Folgen für Industrie, Handel, Bau und Gewerke, um nur einige Bereiche zu nennen. Diese suchen händeringend halbwegs qualifiziertes Personal, das sich aber massenhaft in Studien abseilt, weil dies jahrzehntelang als das anzustrebende Bildungsideal angepriesen wurde.

Leider sind genügend dieser Studenten für ein ernsthaftes Studium nicht mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet. Um die Quote zu erfüllen und nicht zuletzt, um die staatliche Förderung nicht zu reduzieren, werden sie oft genug durchgeschleift. Am Ende haben wir viel zu wenige Studenten mit echter kerniger Substanz, die als echte Fachkräfte in den zuvor genannten Bereichen massiv fehlen.

Trotz all dieser Vorbemerkungen wollen wir uns der Diskussion im Ausschuss nicht verschließen und stimmen daher der Überweisung zu. - Vielen Dank.