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Mittwoch, 19.06.2019

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20:00 Uhr Datum: 19.06.2019

Sommerfest des Landtages von Sachsen-Anhalt

Eröffnung durch Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch
39104 Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude, Innenhof

Plenarsitzung

Transkript

Angela Gorr (CDU):

Herr Vizepräsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Es wurde schon umfassend zu den vom Bildungsministerium eingeleiteten effizienzsteigernden Maßnahmen zum Schuljahr 2017/2018 ausgeführt. Ebenso wurde etwas über die Gründe für diese Maßnahmen ausgeführt.

Nach meiner Kenntnis, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, hat das Schuljahr 2017/2018 im August begonnen. Jetzt ist es September. Die Herbstferien stehen vor der Tür. Das Schuljahr läuft also erst seit wenigen Wochen.

Sehr geehrte Damen und Herren! Selbstverständlich führt jeder Eingriff in die Unterrichtsorganisation zunächst zu Verunsicherung und zu der Notwendigkeit, sich auf veränderte Bedingungen einzustellen. Selbstverständlich möchten Schulleitungen für ihre Schülerinnen und Schüler sowie für deren Eltern allerbeste Bedingungen. Selbstverständlich gibt auch der frühere Beginn des eigenverantwortlichen Unterrichts der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst einen gewissen Anlass zur Sorge.

Aber, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, aus Gründen, die wir uns hier im Hohen Hause monatlich gegenseitig vortragen, ist die Situation leider so, wie sie ist. Daher ist es die Verantwortung des Bildungsministers, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Unterrichtsversorgung zu gewährleisten. Genau das ist geschehen.

Wir sollten zweierlei tun. Erstens sollten wir Vertrauen in die jungen Leute haben, eigenverantwortlichen Unterricht verantwortungsvoll zu leisten mit der Sicherheit, dass sie größtmögliche Unterstützung an ihren Schulen finden. Ebenso sollten wir Vertrauen in die Schulleitungen haben, dass sie sicher in den meisten Fällen an ihren Schulen die Maßnahmen zum Wohle ihrer Schülerinnen und Schüler umsetzen.

Vor allem aber sollten wir zweitens in der öffentlichen Diskussion offensiv darum werben, dass sich junge Menschen mit den entsprechenden Abschlüssen und auch Seiten- und Quereinsteigerinnen oder Seiten- und Quereinsteiger für die Arbeit an unseren Schulen entscheiden, um die Probleme künftig abzumildern.

Wir haben uns klar für eine Verbesserung der Unterrichtsversorgung ausgesprochen. Das Ministerium unternimmt gemeinsam mit der Landesregierung und natürlich mit unserer Unterstützung alle Anstrengungen dazu. Wir können aber keine Wunder vollbringen. Deshalb bitte ich um Überweisung des Antrags an den Ausschuss für Bildung und Kultur und um Zeit, um die anstehenden Probleme zu lösen.

Herr Lippmann, am Mittwoch habe ich Sie noch vermisst. Heute darf ich Sie wieder genießen. Woran ist Herr Minister Tullner nun alles schuld: 100 nicht besetzte Stellen, zu wenige Kinder, zu viele schwangere Lehrerinnen.

(Heiterkeit bei der LINKEN, bei der SPD und bei den GRÜNEN - Dr. Katja Pähle, SPD: Wenn das stimmt!)

Ich habe gerade einer Schulklasse gesagt, dass Minister Tullner trotz seiner vielen Schulbesuche an Letzterem hoffentlich nicht schuld ist. - Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

(Beifall bei der CDU, bei der SPD und bei den GRÜNEN)