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Dienstag, 18.06.2019

3 Termine gefunden

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10:25 Uhr Datum: 18.06.2019

Landtagspräsidentin Brakebusch hält Grußwort zur Fachtagung des Netzwerkes gegen Kinderarmut Sachsen-Anhalt "Baustelle Kinderarmut - IdeenREICH gegen KinderARMUT"

39104 Magdeburg, Alter Markt 6, Rathaus Magdeburg

13:00 Uhr Datum: 18.06.2019

Empfang der Landessieger Jugend forscht

39104 Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude

18:00 Uhr Datum: 18.06.2019

Ökumenischer Jahresempfang der Kirchen in Sachsen-Anhalt 2019

Grußwort durch Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch
39104 Magdeburg, Domplatz, Remter und Kreuzgang des Domes zu Magdeburg

Plenarsitzung

Transkript

Wolfgang Aldag (GRÜNE):

Vielen Dank, Herr Präsident. Ich werde einmal versuchen, zum eigentlichen Inhalt des Antrags zurückzukommen, der uns vorliegt.

(Zustimmung von Olaf Meister, GRÜNE, und bei der LINKEN)

Herr Präsident! Meine Damen und Herren! In der Vergangenheit hat die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Anträge zur Unterrichtsversorgung der Fraktion DIE LINKE weitgehend auch inhaltlich gestützt. Unsere Kritik am Minister war oft mehr als deutlich.

Wir alle haben unterschiedliche Konzepte und Ideen vorgelegt, teils hier, teils im Ausschuss, und haben heftig darüber gestritten, welches der beste Weg ist, um die Unterrichtsversorgung an den Schulen in Sachsen-Anhalt abzusichern.

Hier im Landtag spielen wir mit Zahlen. Es scheint manchmal so, als würden wir bei all den Zahlenspielereien vergessen, wie die Realität draußen an den Schulen aussieht.

Ich bin mir sicher, das Thema Unterrichtsversorgung wird uns in dieser Legislaturperiode noch weiter ein treuer Begleiter sein, weil es eben nicht so einfach ist, dieses System in den Griff zu bekommen und von heute auf morgen für alle gute Lösungen zu finden.

In diesem Frühjahr haben wir als Abgeordnete Dutzende E-Mails und Briefe von Eltern, Schulleitungen sowie diversen Verbänden bekommen, in denen sie ihre Sorgen und zugleich ihren Unmut zum Ausdruck brachten. Grund dafür war die Ankündigung, die Stundenzuweisungen abzusenken.

Der Unmut galt neben der Absenkung vielmehr der fehlenden Unterstützung seitens der obersten Schulbehörde und der Schulbehörden für die Schulleitungen bei der Organisation von gut funktionierenden Stundentafeln; soll heißen, den Schulleitungen noch rechtzeitig vor der Veröffentlichung der geänderten Verordnungen Wege aufzuzeigen, wie sie trotz der Absenkung von Lehrerstunden den Unterricht an ihrer Schule noch gut hinbekommen können.

Meine Damen und Herren! Mit dieser Aussage möchte ich keinesfalls die Absenkung unbedingt unterstützen, sondern vielmehr betonen, wie auch in meiner Rede im Mai dieses Jahres, dass eine bessere Organisation und Kommunikation seitens der obersten Schulbehörde gegenüber den Betroffenen, also den Schulen, potenziell eine bessere Umsetzung der geänderten Verordnungen zum Ergebnis gehabt hätten.

(Zustimmung von Olaf Meister, GRÜNE, und von Sebastian Striegel, GRÜNE)

Den Änderungen für die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter im Vorbereitungsdienst sehen wir mit gemischten Gefühlen entgegen. Es stellt sich die Frage - gerade vor dem Hintergrund, dass der Minister argumentiert, mehr Qualität in den Unterricht zu bekommen -, ob es sinnvoll ist, die jungen Lehrkräfte, die gerade aus der Ausbildung kommen, sofort ins kalte Wasser zu werfen.

Wir sehen aber auch die Chancen für die jungen Menschen, wenn sie bereits vier Wochen nach Beginn des Vorbereitungsdienstes sechs bis acht Stunden eigenverantwortlich unterrichten können. Hierzu haben wir einen großen Klärungsbedarf, insbesondere dazu, was Eigenverantwortlichkeit wirklich bedeutet und in welcher Form die praktische Betreuung durch die Mentorin oder durch den Mentor während des eigentlichen Unterrichts erfolgt.

Egal, wie man nun zu diesen Maßnahmen steht, für uns muss klar sein - das muss oberste Priorität haben -, dass es weiterhin die Aufgabe des Bildungsministeriums sein muss, ausreichend Stellen auszuschreiben und geeignetes Personal einzustellen und somit die Unterrichtsversorgung zu gewährleisten. Das muss uns gelingen. Dafür müssen wir alle Instrumente ausschöpfen. Dann können wir auch diese Verordnung wieder zurücknehmen.

Darüber sollten wir aber nicht jetzt und heute entscheiden, sondern im Ausschuss darüber diskutieren, wie wir weiter verfahren wollen.

Es gibt also auch für uns noch Punkte, die wir klären müssen. Deshalb überweisen wir den Antrag an den dafür zuständigen Ausschuss für Bildung und Kultur. - Vielen Dank.

(Zustimmung bei den GRÜNEN)