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Mittwoch, 21.08.2019

6 Termine gefunden

ICS Export
09:30 Uhr Datum: 21.08.2019

Ausschuss für Arbeit, Soziales und Integration

39. Sitzung
Landtag von Sachsen-Anhalt, Landtagsgebäude, Domplatz 6-9, 39104 Magdeburg

soz039e7.pdf (PDF, 481 KByte)


10:00 Uhr Datum: 21.08.2019

Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

37. Sitzung
Hansestadt Osterburg (Altmark), Ernst-Thälmann-Str. 10, Sitzungssaal

lan037e7.pdf (PDF, 454 KByte)


10:00 Uhr Datum: 21.08.2019

Ausschuss für Finanzen

66. Sitzung
Landtag von Sachsen-Anhalt, Landtagsgebäude, Domplatz 6-9, 39104 Magdeburg

fin066e7.pdf (PDF, 489 KByte)


Plenarsitzung

Transkript

Volker Olenicak (AfD):

Frau Präsidentin! Liebe Abgeordnete! Die hohen Bestandsdichten der Neophyten Drüsiges bzw. Indisches Springkraut und Japanischer Knöterich führen im Nationalpark Harz zur Verdrängung von einheimischen Arten. Deshalb werden aktuell Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt.

Ich frage die Landesregierung:

1.    In welchem Umfang und mit welchen Methoden werden im Land Sachsen-Anhalt das Drüsige Springkraut und der Japanische Knöterich bekämpft und ihre weitere Ausbreitung verhindert?

2.    Wie bewertet die Landesregierung die Erfolgsaussichten für die neuen Bekämpfungsmaßnahmen im Vergleich zu den bisher erfolgten langjährigen Maßnahmen im Hinblick auf die Verbreitung der beiden invasiven Neophyten-Arten im Nationalpark Harz?


Präsidentin Gabriele Brakebusch:

Vielen Dank. - Die Antwort der Landesregierung erfolgt wiederum von Frau Ministerin Prof. Dr. Dalbert. Bitte, Sie haben das Wort.


Prof. Dr. Claudia Dalbert (Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie):

Danke, Frau Präsidentin. - Ich beantworte die Frage des Abg. Olenicak namens der Landesregierung wie folgt.

Zu 1: Grundsätzlich ist dem Vermeiden der Ausbringung von Samen bzw. vermehrungsfähigen Pflanzenteilen in bisher noch nicht besiedelten Gebieten besondere Aufmerksamkeit, also Vorsorge, zu widmen. Hierzu wurden durch die Informationsstelle für Neophyten, Korina, Informationsveranstaltungen mit Akteuren der Land-, Forst und Wasserwirtschaft durchgeführt. Gezielte Maßnahmen gegen Staudenknöteriche werden derzeit überwiegend von Beschäftigungsgesellschaften unter Aufsicht der Unteren Naturschutzbehörden ausgeführt. Die Bekämpfung erfolgt hauptsächlich durch wiederholte Mahd sowie durch Ausgraben bzw. Ausstechen oder eine Kombination beider Verfahren. In Einzelfällen wurde eine chemische Bekämpfung oder das Abdecken mit Folie versucht sowie das Ausbringen von Wurzelsperren.

Die Bekämpfung der Staudenknötericharten findet in Sachsen-Anhalt punktuell und vorrangig an ausgewählten Gewässerabschnitten statt, zum Beispiel Mulde, Saale, Bode, Selke. Gezielte Maßnahmen gegen das Drüsige Springkraut erfolgen ebenfalls punktuell an ausgewählten Gewässerabschnitten zum Beispiel an der Selke und der Helme. Als Bekämpfungsmaßnahmen wurde die Mahd vor Beginn der Samenbildung vorgenommen.

Zu 2: Invasive Neophyten sind im sachsen-anhaltischen Teil des Nationalparks bisher kein nennenswertes Problem. Es ist innerhalb des Nationalparks nur ein einziger Bestand des Drüsigen Springkrautes bekannt. Dieser wird durch Ausreißen der Pflanzen bekämpft und hat sich hierdurch schon erkennbar verkleinert.

Vom Japan-Knöterich liegen nur Information zu einem Vorkommen am Rande des Nationalparks wenige Meter außerhalb vor. Um eine Ausbreitung in den Park zu verhindern, erfolgt auch hier eine manuelle Beseitigung. Wenn einzelne Pflanzen der beiden Arten irgendwo im Nationalpark gesichtet werden, werden diese ausgerissen. Waldarbeiter und Ranger sind diesbezüglich informiert.

Im Nationalpark gibt es keine neuen Bekämpfungsmaßnahmen. Aufgrund des geringen Problems mit beiden invasiven Neophytenarten und dem Erfolg der bisher durchgeführten Methoden mit der manuellen Beseitigung gibt es derzeit auch keinen Anlass, die Maßnahmen zu ändern.