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Mittwoch, 19.06.2019

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20:00 Uhr Datum: 19.06.2019

Sommerfest des Landtages von Sachsen-Anhalt

Eröffnung durch Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch
39104 Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude, Innenhof

Plenarsitzung

Transkript

Frage 10
Technisches Versagen führt zum Umknicken von Windkraftanlagen


Die Frage stellt der Abg. Daniel Rausch von der AfD-Fraktion.


Daniel Rausch (AfD):

Zum Jahresanfang knickten in Deutschland vier Windkraftanlagen um. Als Ursache wurde nun offenbar die Pitch-Regelung festgestellt, die bei starkem Sturm den Rotor aus dem Wind drehen sollte und bei den umgeknickten Anlagen versagt haben soll. Der Bundesverband Windenergie empfiehlt deshalb, Windräder zwei Mal jährlich zu warten.

Ich frage die Landesregierung:

1.    Wo und in welcher Zahl stehen Windkraftanlagen der betroffenen Typen DE-Wind D4 und Tacke TW 1,5 bzw. GE 1,5 der Baujahre 1999 bis 2002 in Sachsen-Anhalt?

2.    Welche technischen Wartungsintervalle für Windkraftanlagen schlägt die Landesregierung in Konsequenz vor?


Präsidentin Gabriele Brakebusch:

Vielen Dank. - Die Antwort der Landesregierung erfolgt durch Herrn Minister für Landesentwicklung und Verkehr Thomas Webel. Bitte schön. Sie haben das Wort.


Thomas Webel (Minister für Landesentwicklung und Verkehr):

Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Namens der Landesregierung beantworte ich die Fragen des Abg. Rausch wie folgt.

Zu Frage 1: Nach Auswertung des aktuellen Raumordnungskatasters stehen in Sachsen-Anhalt zwei Windkraftanlagen des Typs DE-Wind D4 und 20 Windkraftanlagen des Typs Tacke TW 1,5. Von diesen Anlagen sind zwei Anlagen im Jahr 1999, sieben im Jahr 2001 und 13 im Jahr 2002 in Betrieb genommen worden.

Zu Frage 2: Die technischen Wartungsintervalle ergeben sich nach § 16a der Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt aus der Bauartengenehmigung durch das Deutsche Institut für Bautechnik. Demzufolge sind wiederkehrende Prüfungen in regelmäßigen Intervallen durch Sachverständige an Maschine und Rotorblättern sowie an der Tragstruktur durchzuführen.

Die Prüfintervalle hierfür ergeben sich aus den gutachterlichen Stellungnahmen zur Maschine. Sie betragen höchstens zwei Jahre, dürfen jedoch auf vier Jahre verlängert werden, wenn durch von der Herstellerfirma autorisierte Sachkundige eine laufende Überwachung und Wartung der Windenergieanlage durchgeführt wird.