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Dienstag, 18.06.2019

3 Termine gefunden

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10:25 Uhr Datum: 18.06.2019

Landtagspräsidentin Brakebusch hält Grußwort zur Fachtagung des Netzwerkes gegen Kinderarmut Sachsen-Anhalt "Baustelle Kinderarmut - IdeenREICH gegen KinderARMUT"

39104 Magdeburg, Alter Markt 6, Rathaus Magdeburg

13:00 Uhr Datum: 18.06.2019

Empfang der Landessieger Jugend forscht

39104 Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude

18:00 Uhr Datum: 18.06.2019

Ökumenischer Jahresempfang der Kirchen in Sachsen-Anhalt 2019

Grußwort durch Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch
39104 Magdeburg, Domplatz, Remter und Kreuzgang des Domes zu Magdeburg

Plenarsitzung

Transkript

Frage 7
Pilzerkrankung des Feuersalamanders


auf. Sie wird von der Abg. Lydia Funke von der AfD-Fraktion gestellt. Sie haben das Wort. Bitte schön.


Lydia Funke (AfD):

Deutschland ist ein Verbreitungsschwerpunkt des Feuersalamanders Salamandra salamandra in der Europäischen Union. Seit dem Jahr 2015 führt der Pilz Batrachochytrium salamandrivorans, „Salamanderfresser“ genannt, zu ersten Populationseinbrüchen bei Feuersalamandern in der Eifel.

Ich frage die Landesregierung:

1.    Innerhalb welcher systematischen Bestandskontrollen werden Feuersalamander und andere Amphibienarten auf Befall dieses Pilzes und andere Krankheitserreger in Sachsen-Anhalt untersucht?

2.    Welche Präventivmaßnahmen zum Schutz des Feuersalamanderbestandes werden von den Untersuchungen im Harz und den generellen Expertenempfehlungen für das Land Sachsen-Anhalt abgeleitet?


Präsidentin Gabriele Brakebusch:

Vielen Dank. - Die Antwort erfolgt wiederum von der Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Frau Prof. Dr. Dalbert.


Prof. Dr. Claudia Dalbert (Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie):

Herzlichen Dank, Frau Präsidentin. - Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich beantworte die Fragen der Abg. Frau Funke namens der Landesregierung wie folgt.

Zu 1: Der Feuersalamander unterliegt in Sachsen-Anhalt keinem Monitoring. Auch bei den Amphibienarten, die einem regelmäßigen Monitoring unterliegen, also Arten der Anhänge 2 und 4 der FFH-Richtlinie, werden in der Regel keine invasiven Methoden angewandt, wie zum Beispiel die Entnahme von Gewebeproben. Dies wäre ja für die Diagnose von Pilzkrankheiten nötig.

In Sachsen-Anhalt wurden bisher nur tot aufgefundene Tiere auf die Krankheitserreger untersucht, bei denen ein begründeter Verdacht auf eine Infektion bestand. Die Ergebnisse waren nach Grosse und Simon 2015 durchweg negativ. Somit sind keine Fälle von Amphibienpilzerkrankungen in Sachsen-Anhalt belegt.

Zu 2: Im Frühjahr 2016 hat das Landesamt für Umweltschutz eine Information über Hygieneregeln im Zusammenhang mit Pilzerkrankungen an alle Akteure herausgegeben, die in oder an Salamandergewässern arbeiten. Das sind vor allem Auftragnehmer des Landesamts für Umweltschutz, Naturschutzbehörden, Verbände und sonstige Institutionen. Dieses Hygieneprotokoll der Universität Trier ist in den Infektionsgebieten in Nordrhein-Westfalen bei semiaquatischen Untersuchungen verbindlich zu beachten. In Sachsen-Anhalt ist es eine nicht verpflichtende Handlungsempfehlung für Auftragnehmer.

Ab diesem Jahr bis 2019 soll eine unter der Leitung der Technischen Universität Braunschweig laufende Untersuchung der Feuersalamanderpopulation im Harz neue Erkenntnisse erbringen. Dabei geht es um die genetische Diversität der deutschen Feuersalamandervorkommen vor dem Hintergrund der Bedrohungen durch Pilzerkrankungen. Die Untersuchung soll auch als Grundlage für ein präventives Artenschutzmanagement dienen können.