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Mittwoch, 26.06.2019

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Plenarsitzung

Transkript

Thomas Höse (AfD):

Herr Präsident! Werte Abgeordnete! Jeder Mensch, der in Gesellschaft lebt, soll danach streben, sich ihr nützlich zu machen. - Diese klugen Worte stammen von Friedrich II., übrigens aus dem Jahr 1758. Sie sind keine Bitte oder gar Befehl. Nein, sie sind ein Ausdruck einer tiefen Berufung. Der Dienst an der Allgemeinheit ist keine Bürde; er sollte eine Selbstverständlichkeit und eine Ehre sein.

(Beifall bei der AfD)

Die Frage lautet, was wir uns selbst wert sind, als Land, als Nation und eben als Gesellschaft. Welche Verantwortung ist jeder Einzelne von uns bereit, für den anderen hier schon länger Lebenden zu übernehmen? Diese Frage scheint über Jahrzehnte in unserem Land nicht gestellt worden zu sein.

Die Antwort darauf - davon können Sie auf jeden Fall schon einmal ausgehen - sind keine Bahnhofsklatscher oder Kuscheltierwerfer. Gemeinschaftlicher Zusammenhalt beginnt in der Familie, der kleinsten Zelle der Gesellschaft. Sogar in deutschen Familien findet man zum Glück noch Gemeinschaftssinn, auch wenn Rote und Grüne mit ihren zerstörerischen Plänen des Gender-Mainstreamings hier langsam die gesellschaftspolitische Brechstange ansetzen.

(Zustimmung bei der AfD - Unruhe bei der SPD, bei der LINKEN und bei den GRÜNEN - Zurufe)

- Das ist leider so. - Gemeinschaftliche Solidarität findet ihren Ausdruck zunächst in den Sozialsystemen. Aber durch Millionen illegale Einwanderer werden diese bald zusammenbrechen. Gelebten Zusammenhalt im Dienste der Gemeinschaft finden wir dort, wo Menschen auch gemeinsam anpacken, in Sportvereinen, in den Feuer- oder Wasserwehren, in der Pflege sowie im Natur-, Katastrophen- oder Zivilschutz und nicht zuletzt in unserer Armee oder Polizei.

Das ist jedoch nur ein Bruchteil des Spektrums, aus dem junge Leute eine Betätigung im Heimatdienst wählen können. Die ganze Palette der Angebote bietet jedem die Möglichkeit, seine persönliche Neigung zu finden. Der Heimatdienst ist kein Hemmnis für das berufliche Fortkommen. Er ist nach der Schule der erste Schritt in das richtige Leben; denn Leben bedeutet auch Verantwortung übernehmen, auch und gerade für andere. Wenn das im Dienste der Gesellschaft erfolgt, kann daran nichts Schlechtes sein. Der alte Fritz jedenfalls würde es gutheißen.

Niemals würde ein Vertreter der Konsensparteien auf die Idee kommen, an der allgemeinen Schulpflicht zu rütteln. Aber eine Idee zu verwirklichen, deren Ziel es gerade nicht ist, Ideologie in die Köpfe junger Menschen zu hämmern, sondern ihnen die Tür in das reale Leben zu öffnen, soll ein Problem darstellen?

Die herrschende Politik leistet der Endsolidarisierung der Gesellschaft auf allen Ebenen nun wirklich Vorschub. Jeder Einsatz außerhalb des eigenen Wirkungskreises wird nur solange geduldet, wie er politisch korrekt ist. Die Refugees-welcome-Ideologie ist die neueste Spielart dieser Mechanismen, die zur Zersetzung des wirklichen Dienstes an Gesellschaft führt. Wer dabei nicht mitmacht, wird geächtet.

(Beifall bei der AfD)

Nach diesem Prinzip werden leider große Teile unseres Volkes gegeneinander ausgespielt. In der Folge ziehen sich die Menschen logischerweise in ihren privaten Bereich zurück und kümmern sich nur noch um sich selbst. Wollen Sie diesen gesellschaftlichen Egoismus wirklich? Ignorieren Sie nicht länger die Notwendigkeit eines Dienstes für die Gemeinschaft. Entscheiden Sie sich endlich für einen Dienst an der Heimat und stimmen Sie unserem Antrag zu.

(Zustimmung bei der AfD)


Vizepräsident Willi Mittelstädt:

Herr Höse, einen Moment. Herr Gallert hat eine Frage. Möchten Sie die beantworten?


Wulf Gallert (DIE LINKE):

Herr Kollege Höse, ich frage Sie jetzt noch einmal als Vertreter der AfD, der zu dem Antrag geredet hat. Und zwar war das jetzt so, als der Kollege Siegmund geredet hat - und ich habe auch Herrn Farle so verstanden -, hat er dem Kollegen Erben vorgeworfen, er dürfe sich an dieser Debatte überhaupt nicht beteiligen, weil er ja sein ganzes Leben von Steuergeldern gelebt und nie richtig Wertschöpfung betrieben habe.

(Robert Farle, AfD: Stimmt nicht!)

Ich frage Sie einmal, würden Sie bitte auch den Polizisten in diesem Land, die zu 95 % genau in der selben Situation sind, ebenfalls sagen, dass sie sich gefälligst nie an solchen Debatten zu beteiligen haben, weil sie ihr Leben lang von Steuergeldern gelebt haben und nie Wertschöpfung betrieben haben?

(Zustimmung bei der LINKEN - Unruhe bei allen Fraktionen - Zuruf: Was ist denn das für eine Debatte?)


Thomas Höse (AfD):

Ich denke einmal, Sie wissen, dass ich das nicht machen würde.

(Robert Farle, AfD: Einmal zuhören! - Zuruf von der AfD: Zuhören!)


Vizepräsident Willi Mittelstädt:

Herr Höse, Sie haben das Wort.

(Unruhe bei der LINKEN und bei den GRÜNEN - Mario Lehmann, AfD: Die Polizisten müssen Ihren politische Käse ausbaden!)

Damit ist     Herr Poggenburg, möchten Sie als Fraktionsvorsitzender reden?

(Unruhe bei der SPD, bei der LINKEN und bei den GRÜNEN)

Dann bitte, Herr Poggenburg, Sie haben das Wort.

(Mario Lehmann, AfD: Einmal eine Pflicht machen! - Zuruf: Lass sie mal arbeiten!)