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Samstag, 21.09.2019

2 Termine gefunden

ICS Export
10:00 Uhr Datum: 21.09.2019

Berufsfindungsevent HandWerk4You

Grußwort in Vertretung durch Herrn Vizepräsident Willi Mittelstädt auf Einladung der Handwerkskammer Magdeburg
Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Magdeburg, Harzburger Straße 13, 39118 Magdeburg

10:00 Uhr Datum: 21.09.2019

9. Weltkindertag

Grußwort der Landtagspräsidentin als Schirmherrin anlässlich des 9. Weltkindertages auf Einladung des Deutschen Kinderschutzbundes - Kreisverband Börde e.V.
KulturFabrik, Gerikestraße 3A, 39340 Haldensleben

Plenarsitzung

Transkript

Dr. Verena Späthe (SPD):Danke schön. - Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Ich hätte nach den vorherigen Redebeiträgen sehr viel zu sagen. Aber leider habe ich nur fünf Minuten Redezeit und werde mich an mein Manuskript halten müssen, damit ich alles unterbringe.Das Ziel unseres Modellprojektes war und ist es, die in den Kindertagesstätten dringend benötigten Fachkräfte schneller und praxisorientierter auszubilden und in den Einrichtungen zu beschäftigen. Denn entgegen der Annahmen der Statistiker gibt es erstaunlicherweise nicht weniger, sondern wieder mehr Kinder. Und entgegen der Annahme der Statistiker haben wir eben keinen deutlichen Erzieherüberhang, wie es uns immer gesagt wurde, sondern einen großen Bedarf.Mit dem Schuljahr 2015/2016 hat die Ausbildung an den Standorten Stendal und Halle begonnen. Aktuell bewerben sich interessierte Schüler und Schülerinnen für den dritten Gang der Ausbildung. Und es könnten durchaus noch mehr sein. Bis es dazu kommen konnte, mussten mehrere Jahre ins Land gehen und auf verschiedenen Ebenen in und zwischen dem Kultus- und dem Sozialministerium sowie innerhalb und zwischen den Fraktionen beraten und abgestimmt werden.Seit dem Jahr 2012 wurde über die Möglichkeit der Verkürzung der Weiterbildungszeiten für Erzieher und über den Erhalt der Fachlichkeit sowie die Einbeziehung des Programms „Bildung elementar“ in die Ausbildung diskutiert, bis es dann endlich im Oktober 2015 den schon genannten Beschluss gab.Es war sehr erstaunlich, wie massiv der Widerstand seitens der Ministerialbürokratie gegen eine kürzere duale Ausbildung war und unterschwellig augenscheinlich immer noch ist. Dabei ist ein dreijähriger Ausbildungsgang gegenüber der dreijährigen Weiterbildung zum Erzieher, der auf eine zuvor absolvierte Ausbildung aufsetzt, dringender denn je.Nach den ersten Jahren dieses Modellprojektes ist es an der Zeit, notwendige Nachjustierungen vorzunehmen; das ist bereits gesagt worden. Dazu gehört - ich wiederhole es - die Verbesserung der Ausbildungsvergütung genauso wie die Verbesserung der Praxisanleitung.Unabhängig davon läuft parallel die wissenschaftliche Begleitung des Modells durch das Kompetenzzentrum Frühe Bildung an der Hochschule Magdeburg-Stendal, deren erste Ergebnisse wir im kommenden Jahr erwarten, die ebenfalls in die Beratungen einfließen lassen. Nichts desto trotz wollen wir jetzt schon die Attraktivität dieses Ausbildungsberufes erhöhen, um dem steigenden Bedarf an Fachkräften in den Krippen und Kindergärten zu begegnen.Die Aufnahme des Berufsabschlusses - das ist mir sehr wichtig - als geeignete und gleichwertige Fachkraft in den Kindertagesstätten ist eine absolute Selbstverständlichkeit. Das war von vornherein darauf angelegt und wird mit der Evaluierung des KiFöG natürlich erfolgen.Diese duale Ausbildung ist für den Einsatz in der Kindertagesstätte tatsächlich gleichwertig mit der des Erziehers. Die Erzieher können eben auch für ältere Kinder und Jugendliche arbeiten. Aber im Bereich der Kita und der frühkindlichen Bildung sind sie gleich.Meine Damen und Herren! Verschiedene Bundesländer setzen auf verkürzte Ausbildungen, zum Beispiel für Quereinsteiger. Ich denke, unser Modellprojekt ist damit die richtige Antwort auf den Bedarf, den wir gerade in der Betreuung von Kindern bis zum Schuleintritt haben. Und davon lassen sich andere Bundesländer - das ist schon jetzt absehbar - gern überzeugen. Wir haben die entsprechenden Signale.Im Übrigen sollte es aber in unser aller Interesse sein, die von uns ausgebildeten Landeskinder auch bei uns in der Heimat zu halten. Eine bessere Bezahlung schon während der Ausbildung und eine garantierte Fachkraftanerkennung mit einer festen tariflichen Eingruppierung und darüber hinaus die Möglichkeit der Weiterqualifizierung für diejenigen, die es möchten, sind wichtige Garanten dafür.Nicht zuletzt soll unser Antrag dabei helfen, die Kita-Ausbildung weiter zu stärken und mehr Schülerinnen und Schüler davon zu überzeugen, einen solchen Beruf zu ergreifen. Deshalb bitte ich Sie um Mithilfe bei diesem Projekt, um Werbung für dieses Projekt und um die Zustimmung zu unserem Antrag. - Vielen Dank.