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Freitag, 13.12.2019

4 Termine gefunden

ICS Export
10:00 Uhr Datum: 13.12.2019

Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Medien

33. Sitzung
Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude

eur033e7.pdf (PDF, 473 KByte)


10:00 Uhr Datum: 13.12.2019

18. Parlamentarischer Untersuchungsausschuss

4. Sitzung
Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude

u18004e7.pdf (PDF, 472 KByte)


12:00 Uhr Datum: 13.12.2019

Parlamentarische Kontrollkommission

30. Sitzung
Landtag von Sachsen-Anhalt, Landtagsgebäude, Domplatz 6-9, 39104 Magdeburg

Plenarsitzung

Transkript

Andreas Schumann (CDU):

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich bin selbst seit mehr als 16 Jahren in mehreren Sportvereinen unserer Landeshauptstadt im Ehrenamt als Jugendtrainer Fußball mit Lizenz tätig gewesen, auch wenn man es figürlich nicht mehr unbedingt sieht. Ich kämpfe jedenfalls dafür, dass man es sieht.

(Swen Knöchel, DIE LINKE: Gemeinsames Schicksal! - Eva von Angern, DIE LINKE: Die Jungs!)

Einige meiner damaligen Schützlinge sind auch Schüler des Sportgymnasiums Magdeburg gewesen bzw. sind es noch. Die zweite Mannschaft des MFFC, also des Frauenfußballklubs in Magdeburg, welche ich zwei Jahre in der Verbandsliga trainieren durfte, besteht fast ausschließlich aus Mädchen der Abiturstufe des Sportgymnasiums.

Schüler der Sportschulen sind generell Leistungsträger in den Vereinen. Sie stellen ihren gesamten Tagesablauf, vielmehr noch stellen die Familien der Kinder und Jugendlichen ihren gesamten Lebensrhythmus in den Dienst des Sports. Die Kinder und Jugendlichen werden zu strebsamen und leistungsorientierten jungen Erwachsenen erzogen. Nur dort werden hervorragende Talente in verschiedenen Sportarten speziell gefördert und gefordert; eine Systematik, welche ich mir in anderen Bereichen unserer Gesellschaft wünschen würde.

Die Stellung und die Situation der Schulen mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Sport ist derzeit noch unverändert. Es liegen bislang noch keine Erkenntnisse darüber vor, welche Auswirkungen laufende Neustrukturierungen des Sports sowie die Neufestlegung von Schwerpunktsportarten und Leistungsverantwortlichkeiten im Olympiastützpunkt und im Landessportbund haben werden.

Es gibt vonseiten der Schule unverändert den Wunsch, dass die Sportseite ihren Bereich zuverlässig und engagiert gesamtverantwortet. Es gibt zwei Standorte von Schulen mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Sport in Sachsen-Anhalt, und zwar in Magdeburg und in Halle; das wurde schon ausgeführt.

Beide Städte haben 2007 die Trägerschaft übernommen und gemeinsam mit dem damaligen Kultusministerium, dem damaligen Sozialministerium und dem Landessportbund eine Kommunalisierungsvereinbarung unterzeichnet. An beiden Standorten sind die Sportstätten in unmittelbarer Schulnähe und werden durch die Kommunen eng betreut.

Die Standorte unterscheiden sich etwas. Magdeburg: dreizügiges Gymnasium mit zwei Klassen überregionaler Leistungssportschüler, dazu eine sogenannte T-Klasse mit talentierten Sportschülerinnen und Sportschülern. Die Sportsekundarschule ist zweizügig mit einer L- und einer T-Klasse pro Jahrgang ausgestattet. In Halle beziehen beide Schulformen einen Schulcampus, Sekundarschule einzügig und Gymnasium zweizügig.

Um eine geregelte und berechenbare Aufnahme an den Sportschulen zu gewährleisten, sind und waren Kriterien nötig, die als Erlass und Verordnung in Zusammenarbeit mit dem LSB entstanden sind. Die Zusammenarbeit in den letzten Jahren hat gezeigt, dass sich die Sportseite zunehmend eine Flexibilität wünscht, die in der gewünschten Ausprägung nicht leistbar ist. Die Praxis zeigt, dass die Schulen den Leistungssportlern weit entgegenkommen, Kernvereinbarungen jedoch eingehalten werden müssen. Um den Ergebnissen der Diskussionen mit dem LSB und den eingegangenen Vorschlägen nachzukommen, wurde von der Seite des Sports wiederholt dadurch begegnet, die einzubringenden Parameter zu senken oder die Schulformen zu ändern.

Liebe Kolleginnen und Kollegen! Eine Überführung der Schulen mit inhaltlichem Schwerpunkt Sport in die Trägerschaft des Landes ist nicht im Gespräch. Dies würde im Übrigen zunächst die Bereitschaft der Kommunen voraussetzen, die sich diesbezüglich zu keinem Zeitpunkt geäußert haben. Es ist jedoch eine enge und vertrauensvolle Abstimmung mit den beiden Großstädten in der Frage der Weiterentwicklung der Schulen des Sport zwingend notwendig. Vertrauensvolle und an der Sache orientierte Gespräche und Verhandlungen sollten jetzt geführt werden.

Der Antrag der Fraktion DIE LINKE ist prinzipiell richtig. Jedoch sollten Sie wissen: Es gibt die bereits erwähnte Arbeitsgruppe Spitzensport im MI, in der unsere Staatssekretärin für Bildung Frau Koch-Kupfer die Leitung innehat. Wir sollten diese Arbeit begleiten und den Antrag zur federführenden Beratung in den Ausschuss für Bildung und Kultur sowie zur Mitberatung in den Innenausschuss überweisen. - Vielen Dank.

(Zustimmung bei der CDU)