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Donnerstag, 22.08.2019

3 Termine gefunden

ICS Export
09:30 Uhr Datum: 22.08.2019

17. Parlamentarischer Untersuchungsausschuss

4. Sitzung
Magdeburg, Landtagsgebäude, Domplatz 6  9

u17004e7.pdf (PDF, 454 KByte)


14:00 Uhr Datum: 22.08.2019

Ältestenratssitzung

Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude

19:00 Uhr Datum: 22.08.2019

Landkreisversammlung 2019 des Landkreistages Sachsen-Anhalt

Grußwort der Landtagspräsidentin anlässlich der Landkreisversammlung 2019
Luther-Hotel Wittenberg, Neustraße 7 - 10, 06886 Lutherstadt-Wittenberg

Plenarsitzung

Transkript

Andreas Mrosek (AfD):

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Schon die Teilnahme an Olympischen Spielen ist für jeden Sportler ein Höhepunkt in seiner sportlichen Laufbahn. Gekrönt werden kann das nur noch durch eine olympische Medaille, möglichst eine goldene.

Ich kann mich noch sehr gut an meine eigene Zeit als Ringer an der Kinder- und Jugendsportschule „Friedrich Engels“ in Halle erinnern. Das Leben dort war hart, aber schön. Als Jugendlicher das Prädikat zu bekommen, Olympiakader zu sein, das war schon eine sehr große Verantwortung, die man trug. Zehn Stunden pro Tag waren keine Ausnahme, bis zu sechs Stunden Schule und der Rest Training, Training auch am Samstag.

Für problematisch halten wir von der AfD-Fraktion die bundesweiten Entwicklungen im Bereich des Sports. Das ganze System soll neu strukturiert werden. Zu den Kernpunkten des Fördersystems zählen eine Aufwertung der Rolle des Deutschen Olympischen Sportbundes gegenüber den Fachverbänden, die Reduzierung der Olympiastützpunkte von 19 auf 13, der Bundesstützpunkte von 204 auf 160 und die Einrichtung zweier neuer zentraler Gremien, die der potenzialorientierten Fördersystematik gerecht werden sollen.

Momentan erhalten 33 Sportverbände Bundesmittel für die Projektförderung. Bezuschusst werden aktuell 103 Disziplingruppen im Sommer- und 27 im Wintersportbereich. Das wird sich spätestens ab 2018 deutlich ändern. Das neue Zauberwort heißt: potenzialorientiert. Aber das gab es schon im Jahr 1989 an den Sportschulen.

In der Sportförderung ist sich jeder selbst der Nächste. Mit Ausnahme des Deutschen Fußballbundes hängen fast alle am Tropf der Bundessportförderung, die etwa eine Viertelmilliarde Euro jährlich beträgt. Insgesamt wird also auch aus den Töpfen von Ländern und Kommunen der Sportbereich in Deutschland mit mehreren Milliarden Euro finanziert. Nur ein Teil davon fließt in den Elitebereich.

Potenzialorientiert lautet das neue Zauberwort der Sportförderung, das sich nun mehr denn je an den Sportlern orientieren soll. Dazu wurde ein Potenzialanalysesystem entwickelt, ein computerbasiertes Berechnungsmodell, das derzeit Daten aus 20 Bereichen verarbeitet und dazu eine erfolgsorientierte Bewertung der Zukunftschancen in den nächsten zwei Olympiazyklen vornehmen soll.

Es müsse einen messbaren Zusammenhang zwischen Potenzialförderung und Erfolg geben, heißt es in den Unterlagen des DOSB - an alle Fachverbände verschickt. Da sich die Kosten im Sport einerseits zunehmend dynamisieren, die staatlichen Fördermittel andererseits begrenzt sind, sei Priorisierung unerlässlich. Eine endgültige Entscheidung wird am 31. Juli 2017 getroffen werden. Das trifft auch die Eliteschulen in Sachsen-Anhalt.

Wir müssen viel mehr auf den Sonderstatus der Eliteschulen verweisen und brauchen dort ein flexibleres Schulsystem. Der Reformprozess des DOSB ist bereits strittig im Gange. Die beiden Eliteschulen in Sachsen-Anhalt, also in Magdeburg und in Halle, haben nur noch 60 bis 65 Trainer zur Verfügung, und das in allen Sportarten und in allen Altersklassen. Das ist viel zu wenig, um leistungsorientierten Sport aufbauen und begleiten zu können.

Die Sportart Schwimmen ist in Gefahr und droht abzuwandern. Das muss unbedingt verhindert werden. Ringen ist in Halle zum Beispiel nur noch eine Förder- und keine Schwerpunktsportart. Noch zählen die Ruderer, Leichtathleten und Schwimmer zu der Schwerpunktart 1; Kanu, Slalom, Judoka, Wasserspringen mit Sonderstatus allerdings, Turnen der Männer und Behindertensport zur Schwerpunktart 2.

Der Antrag der Fraktion DIE LINKE ist sehr umfangreich, teilweise auch gut, aber in einigen Teilen nicht nachvollziehbar. Die Klassenobergrenzen sind aus meiner Sicht zu hoch angesetzt, aus Erfahrung - ich war selber dabei. Anstatt Stellen für sozialpädagogische Betreuung und Schulsozialarbeiter zu fordern - diese hatten wir früher auch nicht  , sollten mehr Trainer eingestellt werden; denn ein guter Trainer ist der beste Sozialarbeiter für einen Leistungssportler. - Danke für die Aufmerksamkeit.

(Beifall bei der AfD)