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Mittwoch, 19.06.2019

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20:00 Uhr Datum: 19.06.2019

Sommerfest des Landtages von Sachsen-Anhalt

Eröffnung durch Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch
39104 Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude, Innenhof

Plenarsitzung

Transkript

Daniel Rausch (AfD):

Werte Frau Präsidentin! Werte Abgeordnete! „Sachsen-Anhalt atmet auf - Nichtraucherschutz und Prävention verstärken - beim ersten Überfliegen des Antrages sah ich, wer diesen unterschrieben hat: Herr Borgwardt von der CDU. Im Geiste sah ich Herrn Borgwardt genüsslich im Innenhof des Landtages an seiner Zigarette ziehen.

(Heiterkeit und Zustimmung bei der AfD - Siegfried Borgwardt, CDU: Genau! Wen stör‘ ich da? - Frank Scheurell, CDU: Das sind persönliche Vorlieben!)

Okay, ich habe den Antrag studiert, und jetzt weiß ich, warum Herr Borgwardt und seine Kollegen von der Koalition den Antrag eingereicht haben.

(Siegfried Borgwardt, CDU: Genau!)

Ja, ich bin ebenfalls ein bekennender Raucher und weiß daher aus eigener Erfahrung, dass Rauchen eine Sucht ist. Wer einmal damit angefangen hat, für den ist es schwer, wieder damit aufzuhören. Darum sage ich allen Kindern und Jugendlichen: Fangt gar nicht erst damit an!

Zuhause sprach ich mit meinem 14-jährigen Sohn über den Antrag. Er erzählte mir, dass in der Schule, in der 8. Klasse des Gymnasiums, genau dieses Thema gerade behandelt wurde. Mein Sohn erzählte mir, ohne dass ich ihm Einzelheiten des Antrages genannt hatte, dass Rauchen während der Schwangerschaft besonders für das ungeborene Kind schädlich sei.

(Zuruf von Katrin Budde, SPD)

Auswirkungen auf Geburtsgewicht und Geburtsgröße sowie Fehlentwicklungen seien zu erwarten.

Ich fragte meinen Sohn: Was überzeugt die Jugendlichen am meisten, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen? Sind es die Schockbilder auf den Zigarettenschachteln oder ist es die Aufklärung in der Schule? - Er sagte mir: Die Schockbilder bringen gar nichts, darüber machen sich viele nur lustig.

Ja, was bringt denn nun etwas? - Die Fahrt nach Dresden ins Hygienemuseum, das bringt das meiste. Eine schwarze Raucherlunge im Glas, das schockiert echt. Missgebildete Föten im Glas, das macht Angst. Dann fängt man an, sich Gedanken zu machen. Dann erkennt man, dass es ein ernstes Thema ist.

Ich denke, die Schulen machen schon vieles richtig. Bei meinem Sohn hat es gewirkt. Aber eines ist auch klar: Der Umgang formt den Menschen. Die jungen Leute müssen mental so gefestigt sein, dass sie sich nicht von anderen verleiten lassen.

Ich sehe es an mir: Wie oft wollte ich schon mit dem Rauchen aufhören? Einige Wochen hat der Vorsatz gereicht. Und dann: ein bisschen Stress, ein geselliges Zusammensein - und schon war es vorbei. Frei nach dem Motto: Mit dem Rauchen aufzuhören, ist kinderleicht; ich selbst habe es schon hundertmal geschafft.

(Heiterkeit bei der AfD)

Es ist ja nicht nur das Rauchen. Es sind auch der übermäßige Alkoholkonsum und der Drogenmissbrauch, die sich negativ auf unsere Volksgesundheit auswirken. Darum, meine Damen und Herren, verstehe ich gar nicht, dass diese zwei Probleme nicht in Ihrem Antrag zu finden sind. Ich kann es mir nur so erklären, dass es mit den GRÜNEN nicht zu machen war, den Drogenmissbrauch zu brandmarken.

(Beifall bei der AfD)

Denn es sind doch die GRÜNEN, die für die Cannabis-Legalisierung kämpfen, und das nicht nur zum Zwecke der Heilbehandlung, sondern auch zum privaten Vergnügen.

(Zuruf von Sebastian Striegel, GRÜNE)

Ich sage es noch einmal ganz deutlich: Cannabis zur Heilbehandlung - ja, aber zum Kiffen - nein.

(Zustimmung bei der AfD)

Herr Özdemir und Herr Beck machen es doch vor. Sie geben kein gutes Beispiel für die Jugend ab.

(Sebastian Striegel, GRÜNE: Oh doch! Oh doch!)

Damit, Frau Lüddemann, machen Sie sich doch völlig unglaublich bei der Jugend. Sie verurteilen den Genuss von Zigaretten und kämpfen für die Legalisierung von Cannabis.

(Cornelia Lüddemann, GRÜNE: Das kann ich Ihnen gleich erklären!)

- Genau. - Wie soll ich das meinem Sohn erklären: Zigaretten nein, Joint ja?

(Beifall bei der AfD - Zuruf von der AfD: Jawohl! - Zuruf von Sebastian Striegel, GRÜNE)

Der Änderungsantrag der LINKEN geht diesbezüglich etwas weiter. Sie möchten die Aufklärungs- und Präventionsarbeit in Bezug auf Crystal Meth ausweiten. Ich meine, die Landesstelle für Suchtfragen macht hierbei sehr gute Arbeit, aber einer Aufstockung der Personal- und Sachkosten bedarf es nicht.

Sei es, wie es sei. Dem Antrag der Koalition kann man zustimmen. Prinzipiell ist alles zu unterstützen, was einer verbesserten Volksgesundheit und dem Schutz des ungeborenen Lebens dient. Aufklärung ist wichtig. Darum stimmt die AfD dem Antrag der Koalition zu. - Danke schön.

(Beifall bei der AfD)