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Sonntag, 31.05.2020

Keine Termine vorhanden.

Plenarsitzung

Transkript

Dr. Hans-Thomas Tillschneider (AfD):

Na ja, ich bin es schon gewohnt, dass einige Fraktionen in diesem Haus die Debatte verweigern.

(Zuruf: Ist doch Quatsch!)

Wissen Sie, ich bin eigentlich ganz zufrieden damit. Denn hätten Sie jetzt alle hier vorn gestanden und gesagt: „Ja, darüber kann man nachdenken, das nehmen wir in den Ausschuss mit, vielleicht machen wir etwas daraus“,

(Zurufe)

dann hätte ich irgendetwas falsch gemacht. Dass Sie das rundheraus ablehnen, bestärkt mich noch,

(Zurufe)

weil mir das zeigt, dass ich alles richtig gemacht habe.

(Beifall - Heiterkeit)

Denn die Bildungspolitik, die Sie pflegen, ist so bis ins Mark verdorben, dass man sich Gedanken machen müsste, wenn Sie mir zustimmen würden. - Das einmal vorab.

(Zurufe)

Jetzt zu dem Herrn Minister; er hat sich ja geäußert. Er hat aber einiges nicht verstanden. Es geht nicht um die Mehrbelastung. Es geht um die Schlechtbelastung. Es gibt die Unterscheidung zwischen Eustress und Disstress. Eustress ist eine Belastung, die einen Menschen nicht krankmacht, sondern ihn trainiert und fitter macht. Disstress ist eine Belastung, die einen Menschen krankmacht. Wir haben an der Schule leider viel zu viel von diesem krankmachenden leer drehenden Stress. Das habe ich von vielen Lehrern aus Sachsen-Anhalt, die an diesem Antrag mitgewirkt haben, als authentisches Zeugnis erhalten. Diese Lehrer werden sich über Ihre Reaktion schon ihre Gedanken machen und bei der nächsten Wahl ihre Schlüsse ziehen.

(Beifall - Zurufe)

Jetzt zum Ausschuss. Wissen Sie, in diesem Bildungsausschuss ist noch nie über irgendetwas diskutiert worden, das für die Krise der Bildung in diesem Land irgendwie von Belang gewesen wäre. Es herrscht ein grauenhaftes technokratisches Geschwurbel. Dort ist noch über keine einzige Frage verhandelt worden, die irgendeine grundsätzliche Bedeutung gehabt hätte.

(Unruhe)

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es um das Thema, über das wir hier diskutieren wollen, in dieser Grundsätzlichkeit schon einmal gegangen ist. Es kann sein, dass dieser Modellversuch einmal kurz thematisiert wurde und dass irgendetwas Belangloses darüber gesagt wurde. Aber uns geht es ja gerade um ein grundsätzliches Anliegen. Diese Überlastung kommt daher, dass die Schule massiv überfordert ist. Dazu hat sich der Minister bekannt. Er hat nicht gesagt: Wir brechen jetzt mit der Inklusion; wir schauen, wie wir diese Belastung reduzieren können. Er hat gemeint: Das ist jetzt halt so und wir reden darüber. Mehr hat er im Grunde nicht gesagt. Das ist ein Armutszeugnis. Und damit ist alles klar.

(Beifall)