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Samstag, 24.10.2020

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10:00 Uhr Datum: 24.10.2020

30. ordentliche Landesversammlung des DRK-Landesverbandes Sachsen-Anhalt e. V.

Kandidatur der Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch
Gesellschaftshaus, Gartensaal, Schönebecker Straße 129, 39104 Magdeburg

Plenarsitzung

Transkript

Daniel Wald (AfD):

Vielen Dank, Herr Präsident. - Liebe Kollegen! Weite Anfahrtsstrecken, lange Wartezeiten auf Behandlungstermine. Für viele Zahnarztpatienten in Sachsen-Anhalt gehören diese Probleme inzwischen zum Leidensalltag. Die grassierende Unterversorgung im Gesundheitssystem kommt allmählich im Bereich der Zahnmedizin und der Kieferorthopädie an. Das ist ein Umstand, der rasch korrigiert werden muss.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Von den 2 435 Zahnärzten im Land tritt innerhalb der nächsten zehn bis 15 Jahre die Hälfte in den Ruhestand ein. Für viele Zahnarztpraxen vor allem auf dem Land wird dies das Aus bedeuten. Allein in den vergangenen fünf Jahren haben 10 % der Zahnarztpraxen geschlossen. Die Anzahl der Neugründungen ist dagegen zu gering und kann diese Ausfälle keinesfalls ersetzen.

Eine Anhebung der Zahl der Studienplätze ist nur ein kleiner erster Schritt. Dieser dient aber nicht als alleiniges Lösungsmittel. Allerdings muss in diesem Rahmen kritisch evaluiert werden, inwiefern die Studenten nach ihrem Abschluss auch langfristig in unserem Bundesland bleiben und praktizieren. Immerhin stammen 80 % der Absolventen aus anderen Bundesländern.

Vom Mangel an Hochschullehrern im gesamten medizinischen Bereich einmal abgesehen, sollte auch in Betracht gezogen werden, dass der Anteil weiblicher Absolventen inzwischen bei 75 % liegt, Tendenz steigend. Vor dem Hintergrund dieser Tatsache ist es wenig erstaunlich, dass der Trend auch im Bereich der Zahnmedizin und Kieferorthopädie weg vom Risiko der eigenen Praxis hin zum sicheren Anstellungsverhältnis geht. Wir müssen den Absolventen die Angst vor der Bürokratie nehmen, die bürokratischen Hürden abbauen und die Selbstständigkeit wieder zu einem attraktiven Zukunftsmodell umgestalten.

(Tobias Rausch, AfD: Richtig!)

Und wir müssen eine Möglichkeit für die von mir erwähnten 75 % weiblichen Absolventen finden, um ihre berufliche Passion mit dem Wunsch nach einem erfüllten Familienleben zu vereinen.

Kritisch sehen wir den Ansatz der LINKEN-Fraktion, die Kommunen bei der Finanzierung von medizinischen Versorgungszentren in die Pflicht zu nehmen. Erst vor wenigen Monaten geisterte der Begriff vom Kliniksterben in Sachsen-Anhalt durch die Nachrichten.

Diejenigen von Ihnen, die wie ich im Stadtrat oder im Kreistag sitzen, kennen die finanzielle Lage. Sie wissen, es ist kein Geld da.

(Zustimmung bei der AfD)

Viele Kommunen müssen mit zu konsolidierenden Haushalten zurechtkommen, die an enge Vorgaben gebunden sind. Sie jetzt mit weiteren Pflichten und Ausgaben bei der Trägerschaft von Großprojekten zu belasten, wäre ein falsches Signal der Landesregierung. Wir müssen das breite Spektrum für dieses Programm betrachten.

Einige Aspekte sollten daher tiefgründig bearbeitet werden. Aus diesem Grunde sehen wir hierfür den Sozialausschuss als einen guten und geeigneten Ort an, auch weil so die Kammer und die Kassenärztliche Vereinigung umfassend einbezogen werden können. Wir plädieren dafür, diesen Antrag in den zuletzt genannten Ausschuss zu überweisen, damit wir uns damit noch einmal fachpolitisch auseinandersetzen können. - Vielen Dank.

(Zustimmung bei der AfD)