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Dienstag, 31.03.2020

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Plenarsitzung

Transkript

Tobias Krull (CDU):

Sehr geehrter Herr Landtagspräsident! Meine sehr geehrten Mitglieder des Hohen Hauses! An erster Stelle möchte ich mich bei der Fraktion DIE LINKE bedanken. Sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen, Sie sind offensichtlich vom Koalitionsvertrag von CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN so begeistert, dass Sie ihn zur Basis für eigene Anträge machen.

(Monika Hohmann, DIE LINKE: Genau!)

Herzlichen Glückwunsch und herzlichen Dank.

(Zustimmung bei der CDU - Zurufe von Eva von Angern, DIE LINKE, und von Thomas Lippmann, DIE LINKE)

Die Vertreterinnen und Vertreter der Fraktion DIE LINKE haben im Ausschuss - Sie werden es hier sicherlich auch noch tun - die Unzufriedenheit mit der Beschlussempfehlung zum Ausdruck gebracht. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und Ihnen erläutern, warum diese trotzdem dem Anliegen gerecht wird.

Niemand wird bestreiten, dass die Sprache ein Schlüsselelement beim Aufwachsen in Fragen der Bildung und der sozialen Teilhabe ist. Deswegen ist es richtig, dass im Rahmen des Bildungsprogramms „Bildung: elementar - Bildung von Anfang an“ die alltagsintegrierte Sprachentwicklung begleitet wird und nicht nur entsprechende Bildungsangebote in den Einrichtungen selbst vorhanden sind, sondern auch gegebenenfalls weiterführende Maßnahmen ergriffen werden können, zum Beispiel indem ein Kind bei einer Logopädin oder bei einem Logopäden entsprechende Therapieangebote erhält, um bestehende Defizite abzubauen.

Die Angebote in den Kitas werden über die verpflichtenden Qualitätsmanagementsysteme regelmäßig überprüft.

Die Ministerin hat bereits in Ihrer Rede dargestellt, dass bei Weitem nicht alle Bundesländer eine verbindliche Sprachstandsfeststellung vornehmen, so auch Thüringen, wo die LINKE bekanntermaßen in Regierungsverantwortung ist.

Einige Sätze noch zur Sprachstandsfeststellung für besondere Zielgruppen. Es ist eine Binsenweisheit: Sprache ist auch ein Schlüssel zur Integration. Natürlich ist es unabdingbar, dass die deutsche Sprache von allen Erstklässlern grundsätzlich beherrscht wird, weil der Start in die Bildungsbiografie ansonsten nur misslingen kann.

Man kann sich darüber beklagen, dass es zu wenig Sprach-Kitas in unserem Land gibt und der Bedarf höher wäre, aber auch hierbei handelt es sich um ein zeitlich begrenztes Bundesprogramm mit allen negativen Folgenwirkungen.

Wie das Land nach dem Auslaufen des Programms die Finanzierung übernehmen kann oder auch nicht, muss dann geklärt und diskutiert werden. Die Summen, die unser Land in eine gute Kinderbetreuung investiert, wurden vor Kurzem im Rahmen der Debatte zum Doppelhaushalt umfänglich hier im Haus erläutert.

In der Beschlussempfehlung ist aufgeführt, dass dem Ausschuss für Arbeit, Soziales und Integration ein Bericht über das genannte Thema gegeben werden soll. Darüber hinaus können dann entsprechende parlamentarische Initiativen ergriffen werden.

An letzter Stelle ein Appell an alle, die Umgang mit Kindern haben: Sie sollten viel mit ihnen reden. Das ist die beste Möglichkeit, den Kindern den Umgang mit Sprache und die Bedeutung von verbaler Kommunikation im Alltag nahezubringen und sie diese zu lehren.

Ich bitte um Zustimmung zu unserer Beschlussempfehlung und danke für die Aufmerksamkeit.

(Zustimmung bei der CDU)