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Mittwoch, 13.11.2019

3 Termine gefunden

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09:30 Uhr Datum: 13.11.2019

Ausschuss für Arbeit, Soziales und Integration

42. Sitzung
Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude

soz042e7.pdf (PDF, 482 KByte)


10:00 Uhr Datum: 13.11.2019

Ausschuss für Umwelt und Energie

38. Sitzung
Landtag von Sachsen-Anhalt, Landtagsgebäude, Domplatz 6-9, 39104 Magdeburg

umw038e7.pdf (PDF, 501 KByte)


17:00 Uhr Datum: 13.11.2019

Festveranstaltung anlässlich der "Gründung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. vor 100 Jahren"

Grußwort durch die Landtagspräsidentin und Schirmherrin Gabriele Brakebusch

39104 Magdeburg, Hegelstraße 42, Festsaal des Palais am Fürstenwall

Plenarsitzung

Transkript

Petra Grimm-Benne (Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration):

Herzlichen Dank, Herr Präsident. - Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Ich hätte nicht gedacht, dass unsere Koalitionsvereinbarung nach drei Jahren Regierungsarbeit noch einmal so geflöht wird und dass man es gerade an der Seite 71 festmacht. Über frühkindliche Bildung haben Conny Lüddemann und ich verhandelt. Claudia Dalbert, die noch für Bildungspolitik zuständig war, hat sich damals aus irgendwelchen Gründen darüber geärgert, dass wir das Delfin-Verfahren aufgegeben haben, sodass sie versucht hat, es an dieser Stelle, im Bildungsbereich, noch einmal anzuführen.

Die regierungstragenden Parteien waren sich aber die ganze Zeit darin einig, es bei dem zu belassen, was wir bereits im Jahr 2013 gemacht haben, dieses Sprachstandfeststellungsverfahren abzuschaffen. Darin waren wir uns in der Anhörung über alle Parteien hinweg einig. Auch für die LINKE stellte sich die Frage, was bringt uns ein Verfahren, das kurz vor der Schule feststellt, dass die Kinder Sprachschwierigkeiten haben. Es ist ein Verfahren, das viel zu spät den Sprachstand festgestellt und die Kinder dann kategorisiert hat.

Es ging damals im Wesentlichen darum zu sagen, ob wir nicht andere Ansätze in der frühkindlichen Bildung finden müssen, um Sprache in einem so frühen Stadium zu fördern, dass es wirklich zielführend ist.

Frau Hohmann, Sie waren damals auch schon dabei. Sie haben alle diese Anhörungen mitbekommen. Ich denke, wir sollten feststellen, es ging die ganze Zeit um dieses Sprachstandfeststellungsverfahren.

Es ist richtig, wir haben dieses Verfahren abgelöst und gesagt, wir wollen § 5 Abs. 3 des Kinderförderungsgesetzes, die sogenannte alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbegleitung, durch das verbindliche Bildungsprogramm „Bildung elementar“ umsetzen. Die alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbegleitung ist mit einer integrierten regelmäßigen Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Sprachentwicklung verbinden, die für alle Kinder in den Tageseinrichtungen erfolgen.

Ich habe jetzt nicht so viel Zeit. Wir haben verschiedene Programme, die uns dabei zusätzlich unterstützen, zum Beispiel die Schlaumäusepakete oder die Sprach-Kitas, die Sie selbst angesprochen haben. Dazu will ich sagen, es ist nicht ganz richtig, wir haben uns von 2016 bis 2019 sehr dafür eingesetzt, dass wir daran teilnehmen. Wir haben es auch erreicht, dass es weiter finanziert wird, weil wir uns sicher sind, dass es wichtig ist, Sprachförderung zu betreiben.

Im Augenblick haben wir im Land 214 Einrichtungen, die an diesem Programm teilgenommen haben. Wir erwarten im August einen Zwischenbericht des Bundes, der auch in unserem Land gegenüber der Fachwelt bekannt wird.

Der Antrag wird, glaube ich, an den Ausschuss überwiesen werden.

(Angela Gorr, CDU: Ja!)

Dort haben wir die Möglichkeit, noch einmal ausführlich zu diskutieren. Aber tun Sie nicht so, als ob wir im Land nichts für die Sprachförderung tun würden, Frau Hohmann.

(Beifall bei der SPD)