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Freitag, 18.10.2019

3 Termine gefunden

ICS Export
10:00 Uhr Datum: 18.10.2019

Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Medien

31. Sitzung
Landtag von Sachsen-Anhalt, Landtagsgebäude, Domplatz 6-9, 39104 Magdeburg

eur031e7.pdf (PDF, 475 KByte)


10:00 Uhr Datum: 18.10.2019

Ausschuss für Bildung und Kultur

39. Sitzung
Landtag von Sachsen-Anhalt, Landtagsgebäude, Domplatz 6-9, 39104 Magdeburg

bil039e7.pdf (PDF, 480 KByte)


10:00 Uhr Datum: 18.10.2019

15. Parlamentarischer Untersuchungsausschuss

31. Sitzung
Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude

u15031e7.pdf (PDF, 453 KByte)


Plenarsitzung

Transkript

Marcus Spiegelberg (AfD):

Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Damen und Herren des Hohen Hauses! Liebe Bürger Sachsen-Anhalts! Die deutsche Sprache, unsere deutsche Sprache ist, wie mein Kollege schon angesprochen hat, nicht nur Kommunikationsgrundlage in unserem Land, sondern das grundlegendste verbindende Element unserer Nation und unersetzbarer Bestandteil unserer ureigenen Identität als deutsches Volk.

Doch die deutsche Sprache und ihre Verankerung in allen Bereichen unserer Gesellschaft sind langfristig in Gefahr. Bereits heute verdrängen in anderen Bundesländern die Sprache Englisch oder verschiedene andere Sprachen schrittweise unser Deutsch als selbstverständliche Kommunikations- und Unterrichtssprache.

So nimmt an Universitäten und Hochschulen der Anteil der Studiengänge zu, die nur noch teilweise auf Deutsch oder schon gänzlich nur noch auf Englisch angeboten werden, obwohl dies bei vorhandenem Willen ohne Verlust an Qualität vermeidbar wäre. Und auch innerhalb von Unternehmen ersetzt Englisch zusehends Deutsch als Arbeitssprache, selbst an Standorten innerhalb Deutschlands.

Wäre dies nicht schon bedenklich genug, kommen aktuelle politische Bestrebungen hinzu, die darauf abzielen, fremdsprachige Gerichtsverhandlungen auf deutschem Boden zu etablieren. So tagte bereits im Jahr 2010 erstmals eine sogenannte Internationale Kammer an einem westdeutschen Landesgericht als Modellprojekt mit all seinen beteiligten Parteien bis hin zum Richter rein in englischer Sprache.

Auch ein darauf eingehender Gesetzentwurf, der darauf abzielt, die Begrenzung der Gerichtssprache auf das Deutsche aufzuheben und die Einrichtung entsprechender Kammern durchzusetzen, wurde im vergangenen Jahr im Bundesrat eingebracht.

Der entscheidende Knackpunkt bei dieser Zulassung des Englischen wäre hierbei, dass künftig vermutlich all diejenigen dem Gerichtssaal fernbleiben werden, die im Wirtschaftsenglisch nicht mithalten können. Kurz gesagt: Der einfache Bürger wird sprachlich von den Verhandlungen ausgegrenzt, und das auf deutschem Boden.

Gerade aber dem höchsten Souverän in unserem Land muss es jederzeit möglich sein, Gerichtsverhandlungen wie auch den politischen Entscheidungsfindungen folgen zu können. Das eigene Volk zum Fremdling zu degradieren, der dann eine Übersetzung braucht, ist entschieden der falsche Weg.

Meine Damen und Herren! Wir werden keine Vorteile aus einer solchen Unsitte wie der sprachlichen Anbiederung an alles Nicht-Deutsche, Internationale erzielen. Wir werden einzig die Hoheit über die allgemeingültige Kommunikationssprache in unserem eigenen Land aufgeben und unsere eigenen Bürger, sei es beruflich oder hinsichtlich ihrer Bürgerrechte, benachteiligen. Dies kann nicht unser Ziel für die Zukunft sein.

Eine solche westdeutsch geprägte traurige Zukunft für Sachsen-Anhalt müssen wir frühzeitig verhindern. Es liegt daher an uns, hier und heute mit diesem Gesetzentwurf ein wichtiges Zeichen für die Zukunft zu setzen und darauf aufbauend die zunehmend außer Kontrolle geratene Globalisierung endlich in geordnete und begrenzte Bahnen zu lenken.

Nur ein klares Bekenntnis zur eigenen Sprache und Identität wird zum Wohle einer stabilen und zukunftsfähigen deutschen Gesellschaft beitragen, den weiteren inneren Zusammenhalt der Bevölkerung gewährleisten und den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Sachsen-Anhalt stärken.

Daher, meine Damen und Herren, fordern wir Sie auf: Unterstützen Sie unseren vorliegenden Gesetzentwurf und tragen Sie damit zum Schutz der deutschen Sprache in unserer Heimat bei. Es wäre das richtige Signal für die Zukunft und als selbstbewusste Nation nach außen. - Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

(Beifall bei der AfD - Dr. Hans-Thomas Tillschneider, AfD: Hört, hört!)