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Sonntag, 22.09.2019

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Plenarsitzung

Transkript

Sarah Sauermann (fraktionslos):

Werter Landtagspräsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Wasser ist eine der wichtigsten Lebensgrundlagen. Deswegen sollten wir uns darum besonders Gedanken machen. Was man derzeit in Sachsen-Anhalt flächendeckend beobachten kann: Bäumen, Rasen, Wiesen, Blumen, die verdorren, und trockene Felder.

Man sieht, dass die Wassermengen in Flüssen, Seen und Teichen zurückgehen und das Wasser scheinbar nicht ausreicht. Dann macht man sich schon Gedanken darüber, dass etwas nicht in Ordnung ist. Daran sieht man, dass wir Wasser brauchen und in Zukunft mehr Wasser brauchen werden.

Daneben sehen wir Großindustrien, die Wasser nehmen und mehr Wasser verbrauchen als manche Kleinstadt, und die zudem verschmutztes Wasser in die Flüsse zurückgeben, in denen Tiere leben oder in denen Menschen baden oder aus denen Wasser entnommen wird.

Deswegen ist es sehr wichtig, dies alles vernünftig zu regulieren. Es muss neu geregelt werden, wer Abwässer zurückgeben darf und wer nicht, und auch, in welcher Qualität.

Sauberes Wasser darf kein ein privater Luxus werden. Warum trocknen heute in einem Stadtgebiet Stadtgewässer mit Fischen aus? Weil es um das Recht der Wasserentnahme geht. Warum leiden Bäume und Parkanlagen? Weil sich am Ende alles um das Wasser dreht. Viele Regionen der Welt leiden unter Wassermangel.

Wir müssen an eine wachsende Bevölkerung denken. Sauberes Wasser ist ein Naturgut des Lebens und darf zu keiner Mangelware werden. Wasser ist für alle Menschen, Pflanzen und Tiere da. Daher gilt es, dies besonders zu schützen.

Verschmutzung von Grundwasser, Wasser mit hohen Nitratwerten, das sind Probleme, die benannt werden müssen. Tote Fische in der Bode und ungefiltertes Wasser in der Elbe sind Indikatoren dafür, dass wir Wasser hier im Land nicht genügend wertschätzen.

Wir haben Einleitungen in unsere Flüsse, begehen Umweltsünden erneut, obwohl wir dachten, wir hätten diese dunkle Epoche schon längst überwunden. Gründe dafür sind überalterte Kanalsysteme in Städten. Schon allein an der Datenerhebung zur Wasserqualität mangelt es.

Wir sollten dazu imstande sein, gutes Wasser anzubieten. Wir sind es der Natur schuldig, auf unsere Bäche und Flüsse zu achten, auf die Lebensbedingungen der Fische. Solch Vorsorge muss durch das Land und durch die Stadt gewährleistet werden.

An dieser Stelle muss im Vorfeld gehandelt werden; denn Probleme bei Trockenheit sind absehbar. Auch der Umgang mit Regenwasser wird wichtiger. Gegen Dürren kann Regenwasser in Gemeinschaftszisternen aufgefangen werden. Es können neue, saubere Teiche angelegt werden und in den Städten müssen Wasserwagen vorgehalten werden.

Zum Gießen und zur Bewässerung in Stadt und Land braucht man in Zukunft andere Systeme und andere Regularien. Nur so können sich Städte auch naturverträglich weiter entwickeln. Öffentliche Springbrunnen können doch auch Trinkwasserqualität haben, gerade weil Kinder oft darin spielen - Flüsse auch. Dafür müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, weil sauberes Wasser für uns entscheidend wichtig und ein Grundrecht für jedermann hier in Sachsen-Anhalt und weltweit ist. - Herzlichen Dank.

(Beifall bei der AfD)