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Mittwoch, 20.11.2019

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19:00 Uhr Datum: 20.11.2019

Parlamentarischer Abend der Familienunternehmer in Sachsen-Anhalt

Grußwort durch Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch
Restaurant Franx, Hegelstraße 39, 39104 Magdeburg

Plenarsitzung

Transkript

Tagesordnungspunkt 20

Beratung

Kurzfristige und zeitnahe Einführung eines Azubi-Probe-Tickets für einen befristeten Zeitraum

Antrag Fraktion AfD - Drs. 7/4323



Einbringer ist Herr Büttner. Während Herr Büttner nach vorn kommt, begrüßen wir die zumindest bei uns letzte angemeldete Besuchergruppe für den heutigen Tag, nämlich Damen und Herren der CDU-Fraktion im Stadtrat Bad Dürrenberg. Herzlich willkommen bei uns!

(Beifall im ganzen Hause)

Sie haben das Wort, Herr Büttner.


Matthias Büttner (AfD):

Vielen Dank. - Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir reden heute über unseren Antrag mit dem Titel „Kurzfristige und zeitnahe Einführung eines Azubi-Probe-Tickets für einen befristeten Zeitraum“. Sie haben sicherlich unsere Begründung zum Antrag gelesen. Für diejenigen, die sie nicht gelesen haben, werde ich noch einmal kurz daraus zitieren. Es geht darum, es Handwerksbetrieben, kleinen und mittelständischen Betrieben leichter zu machen, Auszubildende für die jeweiligen Berufsgruppen zu finden. Tatsache ist, dass sich die Zahl der Auszubildenden in den letzten Jahren in Sachsen-Anhalt fast halbiert hat. Sie wissen alle, gerade das Handwerk hat sehr große Probleme, Auszubildende zu finden.

Dieses Azubi-Ticket, dessen Einführung wir planen, das Probeticket, kann also ein wichtiger Anreiz sein, um Auszubildende in Sachsen-Anhalt zu halten und zu binden. Darum bringen wir heute diesen Antrag ein.

Wir müssen nach fast zwei Jahren Debatten endlich einmal dazu übergehen, Nägel mit Köpfen zu machen. Wir müssen die Auszubildenden in unserem Land entlasten. Gerade diejenigen, die im ländlichen Raum wohnen, die weite Strecken bewältigen müssen, um zu ihren Ausbildungsstätten und ihren Ausbildungsbetrieben zu kommen, müssen wir entlasten. Dass wir solch ein Azubi-Probe-Ticket schneller einführen können, als es hier in Sachsen-Anhalt der Fall ist, zeigt unser Nachbarland Thüringen, aus dem wir belastbare Zahlen vorliegen haben.

Thüringen hat etwa 25 600 Azubis, Sachsen-Anhalt hat ungefähr 23 485 Azubis. Das heißt, es ist sogar ein bisschen weniger, aber durchaus vergleichbar. Thüringen hat mit der Einführung dieses Probetickets in sechs Monaten einen Zuschuss in Höhe von 2,2 Millionen € gezahlt.

(Zuruf von Hendrik Lange, DIE LINKE)

In Sachsen-Anhalt sind 3 Millionen € für das Jahr 2019 für die Ausbildungsbeförderung vorgesehen. Das heißt, das Geld wäre da. Man könnte es durchaus schnell und unkompliziert einführen. Das Zeitfenster, das wir für die Einführung dieses Probetickets vorschlagen, liegt     Wir würden uns wünschen, dass wir es am 1. Oktober 2019 einführen, bis zum 31. März 2020 durchführen und anschließend schauen, wie es gelaufen ist, wie sich die Zahlen entwickelt haben.

Wir können feststellen, dass sich die Zahlen in Thüringen nach der Einführung im Oktober 2018 bis zum März 2019 vervierfacht haben. Im Oktober 2018 wurden in Thüringen 1 711 Azubi-Tickets verkauft; im März 2019 waren es schon 4 446. Man merkt also, es wird angenommen. Man kann in Thüringen mit 50 € den ÖPNV nutzen. Das heißt, man kann nicht nur Bus und Bahn fahren, sondern auch Straßenbahn.

Wir wollen auch, dass das Ticket - wie in Thüringen - nicht nur dazu dient, dass man den Ausbildungsverkehr damit nutzen kann, sondern dass diejenigen, die im Besitz eines solchen Azubi-Tickets sind, 24 Stunden lang mit diesem Ticket überall fahren können.

Das müsste gerade bei den GRÜNEN und bei der LINKEN auf Wohlwollen stoßen; denn es betrifft nicht nur diejenigen, die noch unter 18 Jahre alt sind und kein eigenes Fahrzeugt haben, sondern auch diejenigen, die schon älter als 18 Jahre alt sind und ein motorisiertes Fahrzeug haben. Sie können aufgrund niedrigerer Kosten, die sie durch das Azubi-Ticket haben - es kostet 50 € bis 60 € im Monat -, natürlich günstiger fahren. Dadurch werden die Straßen durchaus entlastet. Das heißt, sie wechseln von ihrem Auto in den ÖPNV, um ihre Fahrten durchzuführen.

Meine Damen und Herren! Ich denke, ich habe alles gesagt. Vielleicht gibt es dazu noch Fragen.

(Cornelia Lüddemann, GRÜNE: Nein!)

- Gibt es nicht mehr. Schade, Frau Lüddemann.

(Mario Lehmann, AfD: Trauen sich nicht!)