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Mittwoch, 20.11.2019

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19:00 Uhr Datum: 20.11.2019

Parlamentarischer Abend der Familienunternehmer in Sachsen-Anhalt

Grußwort durch Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch
Restaurant Franx, Hegelstraße 39, 39104 Magdeburg

Plenarsitzung

Transkript

Jürgen Barth (SPD):

Vielen Dank, Herr Präsident. - Meine sehr verehrten Damen und Herren! Gleich vorweg: Wir lehnen den Antrag auch ab. Hintergrund der Ablehnung ist der: Das Beispiel Sachsen wurde mehrfach angesprochen. Dort wurde der Wolf in das Landesjagdgesetz aufgenommen. Es sind noch mehrere Länder, die das ebenfalls versuchen. Aber ich denke, wie es Herr Gürth schon ausgeführt hat, wir sollten an dieser Stelle keinen Flickenteppich in Deutschland entstehen lassen, sondern es muss eine bundeseinheitliche Regelung her.

Es ist auch eine Forderung des Landesjägertages, eine Bundesregelung zu treffen, die die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht betrifft. Unabhängig davon ist es nun einmal so, solange der Wolf im Anhang IV aufgeführt ist und der Erhaltungszustand noch nicht festgestellt ist, sodass er aus dem Anhang IV heraus kann, so lange darf er, auch wenn er in das Jagdrecht aufgenommen wurde, nicht geschossen werden. Er hat eine ganzjährige Schonzeit. Wenn argumentiert wird, dass er zum Abschuss freigegeben ist, wenn er in das Jagdgesetz aufgenommen wurde, dann ist das Quatsch.

(Zustimmung bei der SPD und bei der CDU)

Vor dem Hintergrund bin ich gespannt, was uns die Zukunft bringt. Ich denke, die Einigung der Koalitionsfraktionen in Berlin in der letzten Woche ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Es gibt sicherlich noch andere Dinge, die zu regeln sind. Man tut sich auch in meiner Partei schwer, aber das hat auch seine Gründe.

Ich möchte zum Abschluss noch ein anderes Beispiel zum Wolfschutz bringen. Ich weiß nicht, ob das so bekannt ist. Wir reden immer viel über Pferche und Zäune usw. Es gibt in Sachsen den Fall, dass ein etabliertes Wolfsrudel keine Herden angreift, aber sein Revier gegen andere Wölfe verteidigt. Somit kommt kein anderer Wolf in das Revier und somit ist auch der Herdenschutz gewährleistet. Das ist natürlich auch eine Variante. Wahrscheinlich ist es ein Einzelfall, aber das passiert auch in der Natur.

Ich bin gespannt. Die Entwicklung werden wir weiter verfolgen und dann schauen wir mal. - Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

(Zustimmung bei der SPD und bei der CDU)