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Dienstag, 19.11.2019

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16:30 Uhr Datum: 19.11.2019

Teilnahme der Landtagspräsidentin an der Verleihung des Demografiepreises 2019

Festsaal Palais am Fürstenwall, Hegelstraße 42, 39104 Magdeburg

Plenarsitzung

Transkript

Andreas Schumann (CDU):

Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Meine Damen und Herren! Es ist mir eine Freude, heute über Musikschulen sprechen zu dürfen. Ich habe selbst jahrelang an Musikschulen in Sachsen-Anhalt gearbeitet. Es hat mir immer viel Spaß gemacht.

Ich kann Ihnen berichten, dass das Land Sachsen-Anhalt, was die Ausbildung an Musikschulen angeht, hervorragend dasteht. Sachsen-Anhalt ist das Musikland. Damit wollen wir auch in Zukunft Werbung machen.

Wir werden natürlich versuchen, im Ausschuss den Konsens auf breite Füße zu stellen, indem wir auch im Haushalt darstellen, dass wir die Musikschulen so unterstützen wollen, wie sie es verdienen.

Mehr als 14 Millionen Menschen in Deutschland machen in der Freizeit Musik und singen im Chor. Zu diesem Ergebnis kommt das Musikinformationszentrum. Zwei Millionen Kinder lernen in Deutschland in den Musikschulen. Trotzdem gibt es Wartelisten, und darauf möchte ich jetzt eingehen.

Wenn Sie in Magdeburg Klavierunterricht haben wollen, dann müssen Sie Ihr Kind im Alter von vier Jahren anmelden, damit es dann, wenn es in die Schule kommt, auch Musikschulunterricht im Fach Klavier bekommt. Wenn es im Klavierspielen richtig gut werden soll, müsste es mit sechs Jahren damit anfangen. Man muss es sich also zeitig genug überlegen.

Ich möchte noch ein Zitat von Herrn Rademacher bringen. Das ist der Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Musikschulen. Er sagte:

„Wenn immer mehr freie Musikschullehrer ihre Familien nicht mehr ernähren können, wird der Beruf langfristig unattraktiv.“

Ich kann Ihnen davon berichten, dass der Beruf des Musikschullehrers kein einfacher Beruf ist, weil er nicht immer gerade familienfreundlich ist. Sie sind jeden Nachmittag an der Musikschule. Also dann, wenn die Kinder aus der Schule kommen, gehen sie zur Arbeit.

Das ist ein Punkt, zu dem ich sagen muss: Viele Frauen entscheiden sich deshalb für Halbtagsarbeit. Es ist also eine Nebentätigkeit für viele studierte Musiker.

Deshalb kann man es nicht über einen Kamm scheren und sagen, dass es nur für Vollzeitkräfte ist. Es ist eben auch für viele Familien eine attraktive Halbtagsbeschäftigung, ein Zuverdienst.

Die Koalitionsfraktionen werden auf jeden Fall alles im Blick behalten. Wir werden wie im letzten Haushaltsjahr die Musikschulen weiter fördern. Aber aus unserer Sicht verbietet sich ein Vorgriff auf den Haushalt. Deshalb finde ich es spannend, wenn wir das Thema im Ausschuss beraten. Ich freue mich sehr darauf, dann über die Musikschulen zu sprechen.

Ich möchte aber die hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit der Fördervereine hervorheben, die dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche aus sozial angespannten Verhältnissen auch Teilhabe erfahren können.

Außerdem möchte ich hier auch einmal das Engagement der Serviceklubs erwähnen, die die Musikschulen landesweit unterstützen. Die Große Anfrage hat übrigens unseren Blick dafür geschärft.

Ich bitte Sie, den Antrag in den Ausschuss für Bildung und Kultur zu überweisen. - Danke.

(Beifall bei der CDU)