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Freitag, 22.11.2019

3 Termine gefunden

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13:00 Uhr Datum: 22.11.2019

Gedenkstunde anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und zur Problematik der von Gewalt mitbetroffenen Kinder

Grußwort durch die Landtagspräsidentin und Schirmherrin Gabriele Brakebusch
Landtag von Sachsen-Anhalt, Lebensbaumfoyer, Domplatz 6-9, 39104 Magdeburg

19:30 Uhr Datum: 22.11.2019

Landtagspräsidentin Brakebusch nimmt als Ehrengast an der 21. Sparkassen-Gala in Oschersleben teil

Sporthalle am Bruch, Burgbreite 4, 39387 Oschersleben (Bode)

Plenarsitzung

Transkript

Angela Gorr (CDU):

Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Auch wenn ich heute wieder zum Abschluss einer Debatte das Wort erhalte, möchte ich eines klar und deutlich zu Beginn meines Beitrages aussprechen: Die CDU-Fraktion weiß um die hohe Arbeitsbelastung der Lehrerinnen und Lehrer an allen Schulen unseres Landes und zollt diesen Respekt und Anerkennung für ihren täglichen verantwortungsvollen Dienst im Interesse und zum Wohl unserer Kinder.

(Zustimmung bei der CDU)

Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wie mir, so liegt es auch der Landesregierung fern, unseren Lehrkräften unverhältnismäßige zusätzliche Belastungen aufzuerlegen. Die vorliegende Beschlussempfehlung weist denn auch den Weg hin zu einer Evaluation bestehender Arbeitsstrukturen, die nichts mit der eigentlichen Aufgabe eines Lehrers, dem Unterricht, zu tun haben.

Ziel soll und muss eine Entlastung von bürokratischen Aufgaben sein. Wenn es uns gelingt, die Arbeit der Lehrkräfte vom Ballast zu befreien, um ihnen wieder mehr Freiraum für die Vorbereitung, die Durchführung und die Nachbereitung des Unterrichtsstoffes zu verschaffen, dann haben wir Ihnen einen guten Dienst erwiesen.

Dadurch würden das Erscheinungsbild des Lehrers in der Öffentlichkeit gestärkt und die Attraktivität des Lehrerberufes für junge Menschen, die sich noch nicht für einen Beruf entschieden haben, gesteigert werden. Lehrer sein heißt, vor der Klasse zu stehen. Erst dadurch wird der Lehrer zum Lehrer oder die Lehrerin zur Lehrerin. Den Lehrkräften dies zu ermöglichen, ist Aufgabe der administrativen Seite von Schulorganisation.

Dass die heutige Beschlussempfehlung am Ende eines langen Diskussionsprozesses innerhalb der Koalition steht, hat meine Berichterstattung zum zeitlichen Ablauf hinreichend deutlich gemacht.

Wir sind froh, dass inzwischen große Schritte in Richtung Unterrichtsversorgung gemacht worden sind. Denn eines ist Fakt: Die Landesregierung und die sie tragenden Koalitionsfraktionen nehmen die Aufgabe ernst, dem akuten und dem absehbaren Lehrermangel mit allen Mitteln zu begegnen. Aus diesem Grund setzt die Beschlussempfehlung der Koalition deutlich andere Akzente als der Ursprungsantrag der LINKEN. Ich bitte daher um Zustimmung zu unserer Beschlussempfehlung in der Drs. 7/3934.

(Zustimmung bei der CDU)


Vizepräsident Wulf Gallert:

Warten Sie bitte, Frau Gorr. Es gibt eine Frage von Frau Hohmann. - Bitte sehr.


Monika Hohmann (DIE LINKE):

Frau Gorr, Sie sprachen in Ihren Ausführungen wiederum von der Bürokratie, die der Lehrer oder die Lehrerin im Unterricht hat. Könnten Sie mir einige Beispiele für bürokratische Aufwendungen im Unterricht nennen?


Angela Gorr (CDU):

Ich denke, es geht um die Punkte, die sozusagen über den Unterricht hinaus zu erledigen sind, zum Beispiel die Erstellung der Zeugnisse. Ich bin auch an der einen oder anderen Stelle an Grundschulen unterwegs und weiß, dass das gerade auch durch Veränderungen, die eingespeist worden sind, eine ganze Reihe von Schwierigkeiten herbeigeführt hat. Um eine Entlastung herbeizuführen, haben wir in unserer Beschlussempfehlung formuliert, dass es eine Arbeitsgruppe geben soll, die sich mit diesen Dingen befasst.


Monika Hohmann (DIE LINKE):

Ich habe noch eine ganz kurze Nachfrage.


Vizepräsident Wulf Gallert:

Die würde ich vielleicht zulassen, wenn Sie mir dir Gelegenheit geben würden, dies zu tun. - So, jetzt lasse ich sie zu. Punkt!


Monika Hohmann (DIE LINKE):

Danke schön, Herr Präsident. - Frau Gorr, ich finde es gut, dass Sie es klargestellt haben. Ich möchte dann aber doch empfehlen, in der Beschlussempfehlung diese Wortgruppe, dass sie im Untersicht zu entlasten sind, zu verändern; denn diese Wortgruppe führt wahrscheinlich zu Irritationen.


Angela Gorr (CDU):

Ich meine, es reicht aus, dass ich in meinen Ausführungen an mehreren Stellen sehr deutlich darauf hingewiesen habe, dass es sich um die Punkte handelt, die außerhalb des Unterrichts stattfinden. Die Formulierung der steigenden Belastungen im Unterricht bezieht sich darauf, dass durch die im Augenblick fehlenden Lehrerinnen und Lehrer eine große Belastung im Unterricht zu verzeichnen ist, die aber nicht direkt mit den zusätzlichen Aufgaben zu tun hat. Deswegen steht das eine unter Punkt 1 und das andere sind die weiteren Punkte.