Cookies helfen uns bei der Weiterentwicklung und Bereitstellung der Webseite. Durch die Bestätigung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden.

Dienstag, 18.06.2019

3 Termine gefunden

ICS Export
10:25 Uhr Datum: 18.06.2019

Landtagspräsidentin Brakebusch hält Grußwort zur Fachtagung des Netzwerkes gegen Kinderarmut Sachsen-Anhalt "Baustelle Kinderarmut - IdeenREICH gegen KinderARMUT"

39104 Magdeburg, Alter Markt 6, Rathaus Magdeburg

13:00 Uhr Datum: 18.06.2019

Empfang der Landessieger Jugend forscht

39104 Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude

18:00 Uhr Datum: 18.06.2019

Ökumenischer Jahresempfang der Kirchen in Sachsen-Anhalt 2019

Grußwort durch Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch
39104 Magdeburg, Domplatz, Remter und Kreuzgang des Domes zu Magdeburg

Plenarsitzung

Transkript

Olaf Meister (GRÜNE):

Danke, Herr Präsident. - Sehr geehrte Damen und Herren! Sachsen-Anhalt wird - wir wissen es alle - wirtschaftlich vor allem von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt. Das hat geschichtliche Hintergründe. Gerade bei dieser kleinteiligen Struktur der Unternehmen muss dem Mittelstand, den Handwerksbetrieben und Kleinunternehmen von der Wirtschaftspolitik des Landes eine besondere Beachtung geschenkt werden.

Mit der Modernisierung des Mittelstandsförderungsgesetzes für Sachsen-Anhalt will die Kenia-Koalition dem Rechnung tragen. Ich konzentriere mich auf einige Punkte der GRÜNEN in der Novellierung. Nachwuchsmangel, fehlende Fachkräfte werden im klassischen Handwerk wie auch bei Unternehmerinnen und Unternehmern anderer Branchen im Land als Gründe mangelnder Entwicklungsperspektiven genannt. Das ist ein wachsendes Problem. Die Unterstützung bei der Sicherung des Fachkräftebedarfs und der Nachwuchsgewinnung ist daher ein wichtiges Handlungsfeld der sachsen-anhaltischen Wirtschaftspolitik. Dazu gehört natürlich und vor allem auch die Integration.

Arbeit und berufliche Bildung sind für unsere neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht nur integrationsfördernd, sondern ermöglichen es, den Lebensunterhalt allein zu bestreiten. Sie sind letztlich der Schlüssel zur Integration in Arbeit und Beruf, helfen aber auch der Wirtschaft in unserem Land.

Sachsen-Anhalt ist heute noch führend bei ausländischen Direktinvestitionen in Ostdeutschland. Auch dafür müssen wir Internationalität in die Unternehmen bringen. Integration ist ein Teil davon, Weltoffenheit ein anderer wichtiger Aspekt.

Die Förderung einer Gründungs- und Unternehmerinnenkultur, der Selbstständigkeit im Land verlangt neben optimalen Startbedingungen für neue Unternehmungen vor allem ein Umfeld, in dem sich Start-ups austauschen können und Innovationen willkommen sind - kurz gesagt, ein gründerfreundliches Klima, in dem Vernetzung und Beratung noch stärker praktiziert werden und Bürokratie nicht gleich jede neue Idee auf die lange Bank schiebt oder mit Bedenken erstickt. Nur wer Lust auf Neues hat, kann Zukunft gestalten.

Das gilt auch für die Wirtschaftspolitik im Land. Das Gesetz legt für unsere Förderung die Grundlage und setzt den Rahmen.

Bei ca. 350 IT-Unternehmen im Land mit 14 600 Beschäftigten kennen wir schon heute eine der Branchen, in der hier und jetzt die Zukunft entsteht. Innovationen in die Zukunft werden wir auch in Sachsen-Anhalt eher dort finden. Diese neuen Ansätze, das Wachsen aus unserer eigenen Kleinteiligkeit heraus sind unsere Chancen, den Strukturwandel weg von der Braunkohle - aber nicht nur diesen als Strukturwandel - zu gestalten.

Während die Digitalisierung bei vielen der IT-Unternehmen Teil des Geschäftszwecks ist, benötigen auch traditionelle Geschäftsideen bei der digitalen Transformation und Anpassung des Geschäftsmodells auf eine vernetzte Realität Unterstützung.

Da ist festzustellen, dass leider sogar Spitzenpolitiker in unserem Land noch nicht von wichtigen Kompetenzzentren für Industrie 4.0 in Sachsen-Anhalt wissen. Es gab einmal einen Generalsekretär einer großen Koalitionspartei, der meinte, wir haben ein Wolfskompetenzzentrum, aber kein Digitalisierungskompetenzzentrum. Falsch. Da hat er sich geirrt. Wir haben beides und wir brauchen auch beides.

(Markus Kurze, CDU: Der ist unvollständig zitiert worden!)

- Weiß ich nicht. Meinen Sie? - Es gab einmal böse Dinge, die er über einen Koalitionspartner gesagt hat. Aber darüber schweige ich jetzt.

Es gibt einiges zu tun, um die heimische Wirtschaft zukunftsfest zu machen. Aber wir sind auf einem guten Weg. Dass nachhaltiges und ökologisches Wirtschaften aufgenommen wurde, versteht sich von selbst. Über diesen und weitere Aspekte der Novellierung des Mittelstandsfördergesetzes wird im Ausschuss zu diskutieren sein. Wir bitten um Überweisung.