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Sonntag, 25.08.2019

Keine Termine vorhanden.

Plenarsitzung

Transkript

Hendrik Lange (DIE LINKE):

Ich habe eigentlich nichts mehr sagen wollen; denn wir waren uns einig. Aber Herr Meister, daraus jetzt eine Halle-Magdeburg-Kiste zu machen, das ist der Bedeutung der Sammlung wirklich nicht angemessen.

(Beifall bei der LINKEN)

Es ist nicht angemessen. Denken Sie bitte daran, dass die Universitäten Körperschaften des Landes sind.

Ja, Frau Pähle, ich habe in meiner Rede auch gesagt, dass das Wichtigste die Unterbringung ist, und ja, das ist zwingend.

Aber welch einen Verlust hätten wir denn, wenn wir auf die öffentliche Präsentation verzichten würden oder wenn wir den Zustand der Präsentation, wie er jetzt ist, erhalten würden? Welch ein Verlust für die Öffentlichkeit und die Wissenschaft ist das denn? - Was ist denn besser geeignet, um Menschen an Naturwissenschaften, an naturkundliches Wissen heranzuführen, als ein Museum, das genau diese Aufgabe übernimmt?

Ich stimme Ihnen darin zu, dass wir gern über Trägerkonzepte reden können, dass wir gern auch sagen können: Hier kann die Stadt natürlich auch ein Stück weit mit Treiber sein.

Aber wir sind uns doch alle einig - das Wort Kulturstiftung ist hier schon gefallen -: Dies ist ein so hoher kultureller Schatz, dass es schade wäre, wenn er für die Öffentlichkeit nicht zugänglich wäre.

Von daher stimme ich Ihnen gerne darin zu, dass wir über verschiedene Trägermodelle sprechen. Sie haben recht: Das kann nicht die Aufgabe der Universität sein; das funktioniert nicht. Aber wir haben ein Landesmuseum für Vorgeschichte, bezüglich dessen es eine gute Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Sammlungen gibt. Und wir haben eine Kulturstiftung. Es ist doch wohl klar, dass die Stadt Halle das nicht alleine tragen kann. Das ist doch wohl logisch.

(Beifall bei der LINKEN)

Es wäre ja auch Quatsch, das von ihr zu verlangen.

Ich freue mich auf die entsprechenden Beratungen. Ich bin ganz gespannt darauf, was da kommt.

Aber für eines müssen Sie als Koalition dringend Sorge tragen. Wir werden das machen; wir bringen gern Anträge zum Haushalt ein. Aber wenn Sie als Koalition es nicht schaffen, endlich Geld dafür einzustellen, dass die Sammlungen auch würdig untergebracht werden können, dann ist das Ihr Vorgehen, dann ist es Ihre Schuld, wenn die Sammlungen nicht in einem anständigen Zustand magaziniert werden können.

(Beifall bei der LINKEN)


Vizepräsident Willi Mittelstädt:

Herr Lange, Herr Meister hat sich zu Wort gemeldet.


Hendrik Lange (DIE LINKE):

Okay, Herr Meister. Zu Halle oder zu Magdeburg?


Olaf Meister (GRÜNE):

Es ist eine Intervention. - Nein, ich will gerade keine Halle-Magdeburg-Diskussion aufmachen. Letztlich werbe ich dafür, dass sich Halle als Kommune beteiligt.

(Zustimmung von Angela Gorr, CDU, und von Guido Heuer, CDU)

Halle wird, wenn wir das machen, großen Nutzen davon haben.

Letztlich erwarte ich, dass wir nicht nur einen Wunschzettel bekommen, sondern dass auch eine Idee kommt, vor allem die weitergehende Finanzierung. Deswegen nenne ich das Beispiel Dom-Museum. Magdeburg leidet sehr daran, dass man erst eine Zusage gemacht und diese dann zurückgenommen hat. Magdeburg hat dann gesagt: Okay, wir machen das jetzt selbst. Wir stecken das gesamte Geld da hinein und machen es selbst.

Auch der Dom gehört nicht der Stadt und die gezeigten Exponate gehören auch nicht der Stadt. Ich bitte um Verständnis, dass ich das als Beispiel bringe.

Ansonsten stehe ich hinter der Sammlung und möchte sie gern erhalten. Ich möchte auch, dass wir sofort und schnell handeln.

Bezüglich der Frage, wie wir das möglichst würdig und schön präsentieren, brauchen wir ein Konzept, damit alle, die daran beteiligt sein sollten, auch wirklich beteiligt werden.