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Dienstag, 20.08.2019

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Plenarsitzung

Transkript

Florian Philipp (CDU):

Herr Präsident, vielen Dank. - Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Martin-Luther-Universität sind ohne Zweifel von hohem wissenschaftlichem und kulturellem Wert und haben eine darüber hinaus reichende internationale Bedeutung. Über einen Zeitraum - Herr Lange, Sie sagten 230 Jahre; nach unseren Recherchen sind es 250 Jahre - ist diese Sammlung von Gelehrten der Universität bei Studienreisen und Exkursionen zusammengetragen worden. Dabei wurde eine unglaubliche Anzahl von Exponaten zusammengetragen, die wissenschaftlich erfasst und bearbeitet wurden.

Das Ministerium hat gemeinsam mit den Akteuren vor Ort einen langfristigen Fahrplan für die unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen erarbeitet. Diesbezüglich muss man immer zwischen der Lagerung sowie der wissenschaftlichen Nutzung auf der einen Seite und der öffentlichen Präsentation auf der anderen Seite unterscheiden.

Zur Lagerung und wissenschaftlichen Nutzung kann festgehalten werden, dass es nach großen Anstrengungen nach langer Zeit wenigstens gelungen ist, einen Teil dieser Sammlung zu zentralisieren, zum Beispiel im Zentralmagazin. Ein Teil dieser Sammlung wurde dort zusammengeführt.

Die Martin-Luther-Universität hat in der Vergangenheit bereits Bau- und Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Ferner gibt es für das Objekt der Mühlpforte 1 - Sie haben das schon angesprochen - konkrete und weitere Planungen. In zurückliegenden Haushalten wurden meines Erachtens dafür bereits Planungsmittel vergeben.

(Zuruf von Hendrik Lange, DIE LINKE)

- Darüber müssen wir unbedingt im Ausschuss sprechen. - Der zweite wichtige Bereich der Naturwissenschaftlichen Sammlungen bezieht sich auf die öffentliche Präsentation. Auch hier ist bereits ein Konzept greifbar.

Des Weiteren will man künftig aktuelle Forschungsergebnisse der Biodiversifizierung - Stichwort: DFG-Forschungszentrum - präsentieren. Dazu soll mittelfristig das Gebäude der sogenannten Alten Physik in Halle um- und ausgebaut werden. Es ist völlig klar, dass eine Universität nicht Träger eines öffentlichen Museums sein kann.

Die Finanzierung und der Umbau bzw. die Sanierungsarbeiten in der Alten Physik müssten unbedingt Thema bei zukünftigen Haushaltsberatungen werden. Auch muss geprüft werden, ob wegen der nationalen und internationalen Bedeutung dieser Naturwissenschaftlichen Sammlungen auf Bundesmittel zurückgegriffen werden muss.

Zum Schluss meiner Rede möchte ich mich bei allen bedanken, die sich um die Bewahrung der Naturwissenschaftlichen Sammlungen verdient gemacht haben und die sich für den Erhalt bzw. für die öffentliche Präsentation dieser Sammlung einsetzen.

Ich habe gehört, dass unser Bildungsminister Marco Tullner im Förderverein Mitglied ist. Also gehört er mit zu den Unterstützern. Ich möchte mich in dem Moment natürlich auch persönlich bei ihm bedanken.

Zum Schluss möchte ich um Zustimmung zu unserem Alternativantrag bitten. - Vielen Dank.

(Beifall bei der CDU, bei der SPD und bei den GRÜNEN)