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Sonntag, 25.08.2019

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Plenarsitzung

Transkript

Eva von Angern (DIE LINKE):

Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Ich teile ausdrücklich die eingangs der Rede von Herrn Kolze ausgeführte Äußerung, dass eine Dreiminutendebatte hier tatsächlich völlig fehl am Platz ist und bitte die parlamentarischen Geschäftsführer mit Blick auf die Vorbereitung der Landtagssitzungen, zukünftig nicht das Regel-Ausnahme-Verhältnis umzukehren, sodass wir nur noch Dreiminutendebatten führen. Es liegt in Ihren Händen, wohl wissend zu prüfen: Was sind tatsächlich Themen für Dreiminuten- und was sind Themen für Fünfminutendebatten?

Ich möchte mich ausdrücklich bei Herrn Kolze für diesen sehr ausgewogenen Debattenbeitrag bedanken. Ich finde es auch gut, dass wir hierzu eine Anhörung durchführen. Das kann für das Thema nur hilfreich sein.

Ich möchte Ihnen nur ein Argument mitgeben, das Sie vielleicht in Ihrer Entscheidungsfindung noch ein Stück weit voranbringt, und das die Situation, in der wir uns gerade befinden, also diese Absurdität, so richtig schön beschreibt.

Schauen Sie einmal auf die Homepages der selbst ernannten Abtreibungsgegner. Dort finden Sie tatsächlich Listen von Ärztinnen und Ärzten, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen.

Das heißt, wir haben den Zustand, dass Frauen, die sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht haben, sich aber dann doch dafür entscheiden, auf diese höchst unseriösen Seiten schauen müssen, sich dort auch mit Dingen konfrontieren müssen, die in Beratungsstellen ausdrücklich nicht geschehen - das ist auch gut so -, und die sich nicht dort informieren können, wo sie tatsächlich seriös und professionell informiert werden. Das ist das, worüber wir heute reden. Das ist absurd, das ist bigott und das muss ein Ende haben.

(Beifall bei der LINKEN)