Cookies helfen uns bei der Weiterentwicklung und Bereitstellung der Webseite. Durch die Bestätigung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden.

Dienstag, 22.10.2019

1 Termin gefunden

ICS Export
11:30 Uhr Datum: 22.10.2019

Landtagspräsidentin Brakebusch hält Rede zum Trauerakt für den verstorbenen Landtagspräsidenten a. D. Herrn Prof. Dr. Adolf Spotka

Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude, Plenarsaal

Plenarsitzung

Transkript

Prof. Dr. Claudia Dalbert (Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie):

Danke, Herr Präsident. - Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist unstrittig, dass die Direktvermarktung einen wertvollen Beitrag zur Stärkung der regionalen Vermarktung leistet. Das ist auch im Koalitionsvertrag so festgehalten, und auch im Leitbild Landwirtschaft 2030 wurden hierzu langfristige Zielvorstellungen festgehalten. Ich darf aus dem Leitbild zitieren:

„In der Direktvermarktung sollen die Marktchancen für Erzeugnisse einschließlich hofeigener Weiterverarbeitung aus Landwirtschaft und Gartenbau genutzt werden.“

Mein Ministerium fördert mit unterschiedlichen Maßnahmen den Bereich der Direktvermarktung. Darunter fallen Marketingmaßnahmen, die Förderung von Messeauftritten sowie die Förderung von notwendigen Investitionen, etwa über das Agrarinvestitionsförderungsprogramm oder über die Marktstrukturverbesserung.

Damit fördern wir beispielsweise Milchtankstellen, Hofläden, Hofcafés oder auch mobile Verkaufsstände. Aktuell wird die von der Agrarmarketinggesellschaft und der Hochschule Anhalt erstellte Studie zur ersten Verarbeitungsstufe der Direktvermarktung ausgewertet, um hieraus Strategien und Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Kommen wir nun zum Punkt 1 des vorliegenden Antrags. Hier verweise ich auf den Landtagsbeschluss in Drs. 7/2766 vom 19. April 2018. Dort wurde die Landesregierung gebeten, Wertschöpfungsstrategien für den ländlichen Raum zu entwickeln, und die regionale Wertschöpfung umfasst auch die Regional- und Direktvermarktung. Der Landtag hat somit schon einen Beschluss gefasst, der sich umfassend mit der Direktvermarktung beschäftigt.

Zu Punkt 2 des vorliegenden Antrags ist Folgendes zu vermerken: Die Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt hat sich als wichtiger Partner für die Direktvermarkter in unserem Land etabliert. Deswegen wird sie seit 2017 seitens meines Ministeriums auch institutionell gefördert, damit das so bleibt.

Zu Punkt 3 des vorliegenden Antrags. Es ist unbestritten, dass verstärkt saisonale, ökologische und regional produzierte Produkte in den Kantinen der Landesverwaltungen eingesetzt werden sollten. Eine Änderung der Kantinenrichtlinie ist dazu streng genommen nicht nötig. Absprachen zwischen Kantinenbetreibern und der jeweils zuständigen Landesbehörde sind hierzu ausreichend.

Ich votiere dafür, den Antrag der AfD-Fraktion abzulehnen, da dieser keine substanziellen Vorschläge enthält. Zugleich schlage ich vor, den Alternativantrag der Koalitionsfraktionen anzunehmen, der konkrete Handlungsempfehlungen für die Landesregierung vorsieht.

(Beifall bei den GRÜNEN)