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Donnerstag, 20.06.2019

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Plenarsitzung

Transkript

Dagmar Zoschke (DIE LINKE):

Danke, Herr Präsident. - Ich gebe zu, ich hätte mir gewünscht, dass wir mal ein bisschen mutiger sind und heute einen Antrag verabschieden, ohne den Umweg über den Ausschuss zu nehmen. Rein rechnerisch wird es einen Umweg über den Ausschuss geben. Wichtig ist, dass wir, wenn wir ein Ergebnis erzielen, tatsächlich ein Ergebnis erzielen, das allen Gebärdensprachdolmetscherinnen und  dolmetschern hilft und sie auch hier im Land hält. Das ist wichtig.

Wichtig ist auch, dass wir alle Facetten der Gebärdensprachdolmetschung, also alle Bereiche, alle Aufwendungen, erfassen und dann auch klären, was anerkennenswerte Kosten sind.

Wichtig ist mir aber auch, dass wir gemeinsam darüber diskutieren, welche Rolle das Ehrenamt bei der Ableistung einnehmen soll. Gerade im kommunalen Bereich stellen wir immer wieder fest, dass dort eben nicht wie beim Landtag Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher eingesetzt werden, sondern sie sind Teil der Kommune, des Landkreises oder der Stadt. Dort fehlt es am Geld, und dafür müssen wir eine Lösung finden. Denn nur dann ist die Teilhabe tatsächlich allumfassend gewährleistet.

Ich habe vor ganz langer Zeit einmal die Vizepräsidentin des Landtages der zweiten Legislaturperiode, glaube ich, erlebt, die sich wünschte, dass wir unseren Kindern neben den großen Sprachen Englisch, Französisch, Russisch und Latein von Anfang an die Gebärdensprache beibringen, bereits im Kindergarten. Ich glaube, das wäre für viele Probleme, die wir gegenwärtig haben, eine ganz tolle Lösung und würde die Teilhabe von Anfang an ermöglichen. - Herzlichen Dank.

(Zustimmung bei der LINKEN)