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Sonntag, 25.08.2019

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Plenarsitzung

Transkript

Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen (SPD):

Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Wir haben in den letzten beiden Jahren in diesem Hohen Haus wohl über kein Thema so häufig diskutiert wie über Bildungspolitik, die Unterrichtsversorgung, die Gewinnung von Lehrkräften. Wir haben uns mit der Weiterbeschäftigung der Sprachlehrkräfte auseinandergesetzt, versucht, Strategien gegen den Lehrermangel zu entwickeln.

Wir haben erreicht, dass neue, dass mehr pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt werden können.

Erst in der Januarsitzung des Landtages haben wir über die Volksinitiative „Den Mangel beenden - unseren Kindern Zukunft geben!“ debattiert und einen Beschluss herbeigeführt, der, so damals der Bildungsminister, eine Trendwende einläuten soll.

Er hat angekündigt, dass in diesem Jahr 1 000 Lehrerinnen und Lehrer eingestellt werden. Der Beschluss besagt auch ganz deutlich, dass wir uns zu dem Ziel einer Unterrichtsversorgung von 103 % bekennen, und zwar orientiert an der tatsächlichen Schülerzahl, sodass damit feststeht, dass die ursprünglich im Koalitionsvertrag festgelegte Zahl von 14 500 VZÄ nicht ausreichen dürfte, um diese Unterrichtsversorgung zu gewährleisten.

Wir wissen natürlich, dass die Einstellung von 1 000 Lehrerinnen und Lehrern in diesem Jahr eine große Herausforderung ist; denn es sind nicht so viele Referendare, die in diesem Jahr ihr zweites Staatsexamen abschließen und damit dem Schuldienst zur Verfügung stehen.

Hinzu kommt, dass das Landesschulamt es immer noch nicht schafft, allen Referendaren, die hier ihre Ausbildung absolviert haben, auch tatsächlich eine Stelle anzubieten.

Das heißt, die bisherigen Anstrengungen reichen nach wie vor nicht aus. Wir brauchen mehr Flexibilität.

Auch der Expertenbericht muss umgesetzt werden. Das heißt, wir müssen auch geeignete Bewerberinnen und Bewerber aus dem Kreis der Seiten- und Quereinsteiger ansprechen. Diesbezüglich sind aber nicht nur das Landesschulamt oder das Lisa gefragt, sondern auch die Universitäten müssen Angebote machen.

Zum Antrag der Fraktion DIE LINKE. Darin werden 600 zusätzliche Stellen gefordert. Wir sind der Meinung, dass wir die Bedarfe mit der Beschlussempfehlung zur Volksinitiative beschrieben haben und damit auch einen konkreten Handlungsauftrag für den Bildungsminister formuliert haben. Deshalb haben wir den Ausgangsantrag im Ausschuss für Bildung und Kultur für erledigt erklärt. - Vielen Dank.

(Zustimmung bei der SPD)