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Freitag, 22.03.2019

2 Termine gefunden

ICS Export
09:30 Uhr Datum: 22.03.2019

Ausschuss für Recht, Verfassung und Gleichstellung

27. Sitzung mit öffentlichem Sitzungsteil zu den Tagesordnungpunkten 1 bis 3
Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude

rev027e7.pdf (PDF, 479 KByte)


10:00 Uhr Datum: 22.03.2019

Ausschuss für Bildung und Kultur

32. Sitzung mit Anhörung in öffentlicher Sitzung zu Tagesordnungspunkt 1
Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude

bil032e7.pdf (PDF, 483 KByte)


Plenarsitzung

Transkript

Frage 4
Besetzung der Lehrerstellen an der Förderschule „J. H. Pestalozzi“ in Salzwedel


Sie wird durch Frau Abg. Lydia Funke, AfD, gestellt. Sie haben das Wort, bitte.


Lydia Funke (AfD):

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Wertes Haus! An der Pestalozzi-Förderschule in Salzwedel fand im Fachschwerpunkt „Lernen und emotionale soziale Entwicklung“ anderthalb Schuljahre weder Physik- noch Chemieunterricht statt. Bis Dezember 2017 wurde kurzzeitig ein Physiklehrer eingesetzt, das Fach Chemie blieb aber weiterhin unbesetzt. Nun sollen Bewerbungen für die Besetzung der Stellen vorliegen.

Ich frage die Landesregierung:

1. Wann werden die Chemie- und Physiklehrerstellen an der Pestalozzi-Förderschule in Salzwedel für wie lange dauerhaft besetzt?

2. Mit welchen Maßnahmen beabsichtigt das Landesschulamt, die Förderschüler zu unterstützen, um das nicht vermittelte Wissen in den Fächern Chemie und Physik nachzuholen, damit die festgesetzten Lernziele und die Weiterversetzung der Förderschüler erreicht bzw. gewährleistet werden können?


Präsidentin Gabriele Brakebusch:

Vielen Dank. - Die Antwort der Landesregierung erfolgt durch Herrn Minister für Bildung Marco Tullner. Bitte.


Marco Tullner (Minister für Bildung):

Frau Präsidentin! Im Interesse des Zeitmanagements habe ich es etwas beschleunigt. Die Fragen der Abg. Frau Funke beantworte ich namens der Landesregierung wie folgt.

Sehr geehrte Frau Funke! Sie sprechen einen Sachverhalt an, der dem Landesschulamt und dem Ministerium natürlich bekannt ist. Daher sind alle Anstrengungen auf eine Lösung der bestehenden Problematik gerichtet. Bei jeder der vorangegangenen Ausschreibungen zur Neueinstellung von Lehrkräften erfolgte eine entsprechende Stellenausschreibung für Physik und Chemie an der genannten Schule. Bisher gab es für die ausgeschriebenen Stellen keine oder keine geeigneten Bewerberinnen und Bewerber.

Daher hat das Landesschulamt zum Schuljahresbeginn mit einer Lehrkraft einer anderen Förderschule erfolgreich das Gespräch über eine Abordnung zum Physikunterricht geführt. Diese Lehrkraft hat einer Verlängerung der Abordnung bis zum Schuljahresende zugestimmt.

Zur ersten Frage kann ich berichten, dass es erneut eine Stellenausschreibung für die Pestalozzi-Schule für die Fachlehrkräfte für Physik und Chemie gegeben hat und weiterhin das Ziel besteht, der Schule zum zweiten Schulhalbjahr entsprechende Lehrkräfte zuzuführen. Das Einstellungsverfahren ist jedoch noch nicht abgeschlossen, sodass ich hierzu leider noch nichts Abschließendes berichten kann - was ich aber gern im Ausschuss nachholen werde.

Gegenwärtig führt das Landesschulamt Gespräche mit Lehrkräften zur Übernahme eines Teils des Chemieunterrichts, Neigungsfach. Das Ergebnis hierzu steht noch aus.

Des Weiteren hat die Förderschule zur Überbrückung des fehlenden Chemieunterrichts eine Kooperation mit der Sekundarschule entwickelt. Dazu werde ich gleich Näheres ausführen: Sollte die Einstellung entsprechender Lehrkräfte wieder nicht erfolgreich sein, wird das Landesschulamt mehrere Schulen einbinden, um den fehlenden Unterricht zu organisieren.

Zu Ihrer zweiten Frage, wie das Versäumte kompensiert werden kann, möchte ich Folgendes ausführen. Die Förderschule hat sich folgende grundsätzliche Maßnahmen dazu überlegt:

erstens den Ausbau des projektorientierten naturwissenschaftlichen Unterrichts in Kooperation mit der Sekundarschule,

zweitens den Aufbau von Netzwerkstrukturen zu den Sekundarschulen in der Region mit dem Ziel, gemeinsame schulformübergreifende Projekte zu planen und durchzuführen. Dazu gibt es auf der Ebene der Schulleitungen Absprachen und eine Unterstützung seitens des schulfachlichen Bereiches im Landesschulamt.

Drittens wird die Förderschule ihren Fortbildungsplan aktualisieren und um naturwissenschaftliche Themen erweitern. Geplant ist zum Einstieg eine systembezogene Fortbildung unter Einbeziehung der Abrufangebote des LISA. Maßnahmen der Förderschulen, um den fehlenden Chemieunterricht auszugleichen, sind unter anderem Lehrprojekttage, die Themen des Physik- Chemieunterrichts aus dem Lehrplan der Sekundarschule vernetzen. Diese Projekte sind langfristig geplant und werden auch bei Besetzung der ausgeschriebenen Stellen durchgeführt. - So weit meine Antwort.