Es stinkt in Leuna und vor Ort werde nicht genügend getan, um die Geruchsbelästigung und darüber hinaus die Abwasserbelastung zu reduzieren, befindet eine Gruppe um Annett Stephan, die jetzt beim Petitionsausschuss des Landtags Hilfe ersuchen. Die Petition wurde am Mittwoch, 22. April 2026, von dessen Mitgliedern vor dem Landtag entgegengenommen.

Eine Gruppe aus Leuna überreichte eine Petition gegen Geruchsbelästigung und Wasserverschmutzung in ihrer Stadt.
Bisherige Versuche der Stadtwerke Leuna, die Dämpfe aus Gullys (Gummistöpsel) und Entlüftungsanlagen zu reduzieren, seien nicht wirklich erfolgreich verlaufen, so Stephan, auch ein Intervenieren bei der Stadtverwaltung, im Stadtrat und bei der Polizei habe bislang nicht gefruchtet. Für die Gruppe um Annett Stephan stehen sich in Leuna wirtschaftliche und umweltpolitische Interessen konträr gegenüber – mit einer Vorteilsverschiebung hin zur Wirtschaft.
Ein vor Ort angesiedeltes Unternehmen mit Sondereinleitungsvertrag in die Kanalisation wird ganz besonders für die Schadstoffbelastung verantwortlich gemacht. „Die üblen Gerüche hält man nicht aus“, so die Petentin, da helfe es auch nicht, wenn die Stoffe in den späten Abendstunden ins Abwasser eingeleitet würden. Zumal die Giftstoffe ja dennoch in den Fluss gelangen würden. Die stinkenden Dämpfe aus den Gullydeckeln würden zudem als gefährlich für die Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner, insbesondere der Kinder, wahrgenommen.
Der Petitionsausschuss des Landtags von Sachsen-Anhalt um seine Vorsitzende Monika Hohmann wird sich nun mit der eingereichten Petition beschäftigen. Als ersten Schritt wird die Petition an das zuständige Fachministerium übermittelt, von dem eine Stellungnahme erwartet wird. Anschließend wird das Anliegen auf die Tagesordnung des Petitionsausschusses gesetzt. Auch Vor-Ort-Termine des Ausschusses stellt die Vorsitzende in Aussicht.

