Landtagspräsident Dr. Gunnar Schellenberger hat als Schirmherr des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge Sachsen-Anhalt am Montag, 23. März 2026, die Sammlerinnen und Sammler der im vergangenen Jahr durchgeführten Haus- und Straßensammlung des Volkbunds im Landtag von Sachsen-Anhalt empfangen, darunter Schülerinnen und Schüler sowie Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr.
Anlass des Empfangs ist, gemeinsam mit Abgeordneten des Landtags dem Volksbund und dem Landeskommando Sachsen-Anhalt den Männern und Frauen Dank auszusprechen, die mit ihrem großen persönlichen Einsatz für die Pflege und den Erhalt der Kriegsgräberstätten ein starkes Zeichen der Versöhnung und Erinnerung gesetzt sowie – in Anlehnung an das Motto der letztjährigen Sammlung – Flagge für Frieden und Verständigung gezeigt haben. Insgesamt wurden von allen Beteiligten 35 000 Euro gesammelt.
© ltlsa/smü© ltlsa/smüAnmerkung:Andreas Arnsfeld vom Volksbund und Landtagspräsident Dr. Gunnar Schellenberger bedanken sich bei den Sammlerinnen und Sammlern.
© ltlsa/smü© ltlsa/smüAnmerkung:Blick ins Landtagsrestaurant während der Dankesveranstaltung 2026 für die Volksbund-Sammelnden.
© ltlsa/smü© ltlsa/smüAnmerkung:Blick ins Landtagsrestaurant während der Dankesveranstaltung 2026 für die Volksbund-Sammelnden.
© ltlsa/smü© ltlsa/smüAnmerkung:Landtagspräsident Dr. Gunnar Schellenberger spricht während der Dankesveranstaltung für die Volksbund-Sammelnden.
© ltlsa/smü© ltlsa/smüAnmerkung:Oberst Thorsten Olme spricht während der Dankesveranstaltung für die Volksbund-Sammelnden.
© ltlsa/smü© ltlsa/smüAnmerkung:Generalarzt Dr. Bruno Most spricht während der Dankesveranstaltung für die Volksbund-Sammelnden.
© ltlsa/smü© ltlsa/smüAnmerkung:Volksbund-Vizelandeschef Andreas Arnsfeld spricht während der Dankesveranstaltung für die Volksbund-Sammelnden.
© ltlsa/smü© ltlsa/smüAnmerkung:Das Sammelabzeichen des Volksbunds für die Aktion im Jahr 2025.
Wortmeldungen bei der Dankesveranstaltung
„Nichts ist aktueller, als zu erinnern und damit auf die Gegenwart zu verweisen“, betonte Landtagspräsident Dr. Gunnar Schellenberger. Deshalb sei es ihm eine besondere Ehre, die Sammelnden im Landtag zu empfangen und seinen persönlichen Dank zu übermitteln. Das Engagement an sich sei viel höher einzuschätzen als der Wert des gesammelten Geldes. Diese Bildungsarbeit fortzusetzen, sei eine der wesentlichen Aufgaben des Volksbunds, so Schellenberger.
Die Sammelnden trügen die Idee des Gedenkens in die Mitte der Gesellschaft, sagte Oberst Thorsten Alme, Kommandeur des Bundeswehr-Landeskommandos Sachsen-Anhalt. Dabei werde nach Antworten auf die Frage gesucht: „Was kann man aus der Vergangenheit für die Gegenwart und die Zukunft ableiten?“ Durch die Aufklärungsarbeit des Volksbunds sehe man, wohin Krieg führe. Alle an der Sammlung Beteiligten leisteten folglich einen aktiven Dienst für die Erinnerungskultur und den Frieden. „Der Einsatz verdient Respekt und Sichtbarkeit, Verantwortung wird hier konkret gelebt“, so Olme.
Wie auch alle anderen Sprechenden erinnerte Generalarzt Dr. Bruno Most an den im Januar verstorbenen Volksbund-Landesvorsitzenden Rüdiger Erben. Dieser habe in seiner Arbeit für den Volksbund sehr innovativ agiert. Sein Tod sei ein großer Verlust. Er bat alle Anwesenden um eine Gedenkminute für Rüdiger Erben. Darüber hinaus bedankte er sich bei allen Sammelnden und Spendenden, darunter Schülerinnen und Schüler aus Hohenmölsen und Stadtchefs, die die Sammlung direkt an Projekte gekoppelt hätten. Große Hilfe komme auch immer wieder aus dem Mittelstand, so Most. „Die Wertschätzung der Kameradinnen und Kameraden für ihre Sammelarbeit ist von entscheidender Bedeutung“, betonte er in Richtung der Führungskräfte bei der Bundeswehr.
„Es verlangt Zeit und Kraft, auf Menschen zuzugehen, zu erklären, zu überzeugen und so Verantwortung für Erinnerung und Frieden zu übernehmen“, sagte Andreas Arnsfeld, stellvertretender Landesvorsitzender vom Volksbund in Sachsen-Anhalt. Die Arbeit für und mit dem Volksbund sei eine generationsübergreifende Arbeit, bei der alle voneinander lernen könnten. Vom Tod Rüdiger Erbens sei man tief erschüttert, die letzte Haus- und Straßensammlung habe er noch persönlich begleitet, so Arnsfeld. „Die gesammelten Spenden ermöglichen Projekte, die Brücken bauen, zum Beispiel internationale Jugendbegegnungen oder Workshops in Schulen“, Frieden werde als gemeinsame Aufgabe wahrgenommen.
Nach den Reden wurde zur Tat geschritten: Volksbund-Vizelandeschef Andreas Arnsfeld und Landtagspräsident Dr. Gunnar Schellenberger dankten den Sammlerinnen und Sammlern persönlich für deren Engagement. Im Anschluss lud der Präsident zu einem gemeinsamen Imbiss im Landtagsrestaurant ein.

