Cookies helfen uns bei der Weiterentwicklung und Bereitstellung der Webseite. Durch die Bestätigung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden.

Samstag, 21.09.2019

2 Termine gefunden

ICS Export
10:00 Uhr Datum: 21.09.2019

Berufsfindungsevent HandWerk4You

Grußwort in Vertretung durch Herrn Vizepräsident Willi Mittelstädt auf Einladung der Handwerkskammer Magdeburg
Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Magdeburg, Harzburger Straße 13, 39118 Magdeburg

10:00 Uhr Datum: 21.09.2019

9. Weltkindertag

Grußwort der Landtagspräsidentin als Schirmherrin anlässlich des 9. Weltkindertages auf Einladung des Deutschen Kinderschutzbundes - Kreisverband Börde e.V.
KulturFabrik, Gerikestraße 3A, 39340 Haldensleben

Plenarsitzung

Homeoffice macht Mitarbeiter zufriedener

Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen, ist für viele junge Eltern nicht leicht. Aber auch Angestellte, die ihren Ehepartner oder ein Elternteil pflegen, sind chronisch gestresst. Heimarbeit oder „Telearbeit“ – wie es offiziell heißt – können helfen, Beruf und persönliche Lebenssituation zu vereinbaren. In Sachsen-Anhalt ist der Bereich noch ausbaufähig.

Auf Antrag von CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat der Landtag die Landesregierung nun aufgefordert, ein Konzept zur Umsetzung und Förderung von Telearbeit für alle Landesbehörden und Einrichtungen der unmittelbaren Landesverwaltung zu erarbeiten. Ein Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE wurde ebenfalls beschlossen.

Symbolbild: Kugel mit @-Zeichen vor einer Tastatur.
Die Möglichkeit der Telearbeit sollte nach Ansicht der Koalition weiter ausgebaut werden. Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Die Digitalisierung führe zu einer Abkehr vom herkömmlichen Arbeitsverhältnis, der Arbeitsort spiele immer häufiger eine untergeordnete Rolle, sagte Chris Schulenburg (CDU). Auch der öffentliche Dienst habe mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen und müsse daher flexibler und attraktiver werden. Telearbeit könne ein solcher positiver Anreiz sein und biete zahlreiche Vorteile (siehe Antrag), so Schulenburg. Eine wichtige Voraussetzung für die Telearbeit sei natürlich, eine flächendeckende Breitbandversorgung mit mindestens 50 MBit/s Downloadgeschwindigkeit.

Zustimmung in weiten Teilen des Parlaments

Der Kern des Antrags wurde fraktionsübergreifend begrüßt. Grundsätzlich sei Telearbeit natürlich in Ordnung und wichtig, die Arbeitsfähigkeit der Behörden müsste jedoch gewährleistet bleiben, betonte Hagen Kohl (AfD). Auch für den Arbeitsgeber habe Telearbeit Vorteile (zum Beispiel Abnahme von Fehlzeiten und Desk-Sharing), erklärte Dr. Andreas Schmidt (SPD). Homeoffice bedeute natürlich, dass man sich auf eine neue Arbeitsorganisation einlassen müsste, bei der sich Leistungsmessung nicht allein über Anwesenheit definiere. Olaf Meister (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) sagte, dass Telearbeit auch eine Chance für die ländlichen Räume bedeute.

Einer Studie zufolge konnten Menschen in Telearbeit ihre Produktiv um 13 Prozent steigern und die Kündigungsrate habe sich halbiert. Mit anderen Worten: „Telearbeit macht die Arbeitnehmer produktiver und glücklicher“, fasste Jens Kolze (CDU) zusammen. Auch Innenminister Holger Stahlknecht unterstützte den Antrag, verwies jedoch darauf, den Datenschutz und die Datensicherheit im Blick zu behalten.

Gewerkschaften einbeziehen

Swen Knöchel (DIE LINKE) kritisierte die immer noch vorhandene Unterstellung, dass zu Hause nicht gearbeitet werde. Zudem sollten bei der Erarbeitung eines Konzeptes die Gewerkschaften und Personalvertretungen einbezogen werden, wie im Änderungsantrag seiner Fraktion gefordert.

Am Ende der Debatte stimmten die Abgeordneten dem Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE und dem Antrag der Fraktion von CDU, SPD und Grünen zu.