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Montag, 16.09.2019

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Plenarsitzung

Präsidentin gedenkt Opfer von Isenschnibbe

Am 13. April 2017 jährte sich das Massaker von Isenschnibbe (nahe Gardelegen) zum 72. Mal. Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch nahm an der Gedenkveranstaltung teil. Sie hielt die Gedenkansprache und legte einen Kranz am Ehrenfriedhof nieder. Etwa 200 Gäste aus Deutschland und aller Welt nahmen an der Gedenkveranstaltung teil.

Auf dem Weg zum Ehrenfriedhof in Isenschnibbe: Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch (3.v.l.). Foto: Gesine Biermann

In Isenschnibbe wurden kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs (1945) über
1 000 Häftlinge aus Konzentrationslagern gezielt getötet. Sie wurden von Nazi-Verbrechern in eine Feldscheune gesteckt, die dann in Brand gesteckt wurde. Nur wenige Menschen überlebten.

Einen Tag nach dem Massaker erreichten amerikanische Soldaten die Stadt Gardelegen und sahen, was geschehen war. Der zuständige amerikanische General befahl, dass alle Toten exhumiert werden. Außerdem wurde in der Nähe der Scheune ein Friedhof errichtet. Für jeden Toten wurde ein einzelnes Grab mit weißem Holzkreuz angelegt.

Die Gedenkstätte Isenschnibbe gehört seit 2015 zur Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt. Die bisherige Freiluftanlage soll in den nächsten zwei Jahren zu einem modernen Dokumentationszentrum umgebaut werden – mit Ausstellungen und Bildungsangeboten für Jung und Alt. Das Land Sachsen-Anhalt will den Ausbau der Gedenkstätte mit 2,85 Millionen Euro fördern.