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Montag, 16.09.2019

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Plenarsitzung

Nichtraucherschutz effizienter ausgestalten

Unter dem Motto „Sachsen-Anhalt atmet auf – Nichtraucherschutz und Prävention verstärken“ soll die Landesstelle für Suchtfragen ein neues Konzept zum Nichtraucherschutz. Vor dem Rauchen sollen besonders Kinder und Jugendliche gewarnt werden.

Hintergrund sind die hohen Zahlen von Rauchern in Sachsen-Anhalt. 34 Prozent der Männer und fast 23 Prozent der Frauen hier im Land rauchen. Damit schädigen sie ihre Gesundheit und die von Menschen in ihrer Umgebung. Denn auch Passivrauchen ist schädlich. Auch die Zahl der rauchenden Schwangeren ist in den letzten Jahren gestiegen. Fast 17 Prozent der zukünftigen Muttis rauchen und schaden damit ihrem Baby.

Überquellender Aschenbecher mit Zigarrettenstummeln.
Zigaretten und deren Qualm schaden nachweislich der Gesundheit, auch Nichtraucher sind davon betroffen. Foto: Thorben Wengert/pixelio.de

Zahlreiche Gifte werden durch das Rauchen aufgenommen. Diese befinden sich sonst in Rattengift oder Reinigungsmitteln. Die Kosten für die Behandlung von kranken Rauchern sind enorm hoch. Rund 80 Milliarden Euro müssen in Deutschland pro Jahr für die Kranken ausgegeben werden. Diese könnten verringert werden, wenn weniger Menschen zum Tabak greifen. Lungen- und Kehlkopfkrebs, Magengeschwüre und Herzerkrankungen sind Krankheiten, die vom Rauchen ausgelöst werden.

Die Fraktionen waren sich darüber einig, dass etwas unternommen werden muss. Ein neues Konzept gegen das Rauchen wurde als guter Schritt angesehen. Überlegt wird zum Beispiel, ob man Werbung für Tabak noch mehr einschränkt oder Fahrten ins Hygienemuseum Dresden für Schulklassen organisiert. Die gesundheitlichen und finanziellen Folgen des Rauchens sollen demonstriert und vorgerechnet werden. Insgesamt müsse eine breite Debatte über den Konsum von Drogen aller Art angestoßen werden.

Zum Antrag der Fraktionen von CDU, SPD und Grünen (PDF)