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Plenarsitzung

Kinder-Gemälde finden ein neues Zuhause

Landtagspräsidentin a. D. Gabriele Brakebusch hatte heute einen zugleich sonderbaren und deswegen auch so emotionalen Termin zu bewältigen: die Rückgabe zweier Kunstwerke, die sie im September 2017 von Schülerinnen und Schülern der Marianne-Buggenhagen-Schule in Darlingerode geschenkt bekommen hatte. Diese hatten zuvor im Mai 2017 eine Ausstellung im Landtag von Sachsen-Anhalt gestaltet („Kleine Hände, große Kunst“), von der die Präsidentin sehr begeistert war. Die Kinder und Betreuerinnen sowie der damals mit dem Projekt betraute Maler Prof. Karl Oppermann (1930‒2022) hatten die Ohren gespitzt und die Präsidentin einige Monate später mit gleich zwei Gemälden überrascht, die sie ins Amtszimmer hängen ließ.

2021 schied Gabriele Brakebusch aus dem Landtag aus und musste folglich auch das Büro der Landtagspräsidentin aufgeben, die beiden Gemälde – persönliche Geschenke übrigens – wanderten zunächst ins Kunstarchiv des Landtags. Aus dem hat die frühere Spitzenpolitikerin sie nun befreit. Wichtig war ihr, einen geeigneten Ort zu finden, um die Frühlingsmotive zu zeigen. „Politik ist nicht immer eine fröhliche Sache, aber jeden Tag, wenn ich in mein Büro kam, haben diese Bilder meine Stimmung sofort ins Positive gewandt“, erklärte sie im Zuge der Rückübertragung an die Schule. „Sie glauben gar nicht, für wie viele Gespräche diese Bilder einen Anstoß geliefert haben – auch mit Botschaftern und hohen Politikern aus aller Welt.“ Deshalb sei es ihr so wichtig, dass die Bilder „nicht im Archiv verstauben“, aber auch nicht nur bei ihr zuhause hingen, wo sie niemand sehen könne.

Eines der Bilder wird eine neue Heimstatt in der Buggenhagen-Schule selbst finden, für das zweite hat sich bereits Thomas Balcerowski, Landrat des Landkreises Harz, angemeldet. Er wird es als Leihgabe der Schule erhalten.