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Donnerstag, 13.08.2020

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Plenarsitzung

Siebzig Jahre zum Wohle exotischer Tiere

Ein Datum, an dem Magdeburger Geschichte geschrieben wurde: Der 21. Juli 1950 war der Eröffnungstag des Magdeburger Zoos. 70 Jahre später erfreut sich die tierische Einrichtung großer Beliebtheit, die Tiere laden zum Staunen und Lachen ein und vermitteln ein Gefühl der großen weiten Welt. Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch weilte beim großen Jubiläumsfest. Sie hat eine besondere Verbindung zum Zoo, denn sie ist Patin des kleinen Spitzmaulnashorns Malte.

Startschuss für den Zoo schon vor 1950

Alfred Hilprecht ist untrennbar mit der Schaffung des künstlichen Tierreichs verbunden, schon vor dem Zweiten Weltkrieg hatte er die Vision eines Zoos für Magdeburg. Dessen tatsächliche Eröffnung musste bis zum Jahr 1950 warten, nach einer langen Zeit der Planung und Ausarbeitung.

50 Säugetiere und 280 Vögel gehörten 1950 zum Tierbestand des Zoos. Viele exotische Tiere fanden in den nächsten Jahren den Weg nach Magdeburg. Mitunter gab es für sie noch keine artgerechten Unterkünfte. Beispielsweise erhielten die Elefanten erst 1967 ein eigenes Warmhaus. In den 1979er und 1980er Jahren zogen zudem zum Teil seltene Affenarten ein. In den letzten Jahren wurde im Zoo viel Geld für die Anlage der Tiere investiert – sie sollen sich trotz der ihnen eigentlich artfremden Umgebung wohlfühlen. Im Zoo Magdeburg leben derzeit über 235 Tierarten, davon sind viele von der Ausrottung bedroht. Die Zootiere sind Botschafter ihrer Art. 

Im Tierreich gibt es wenige Tierarten, die überhaupt das stolze Alter von 70 Jahren erreichen. Seychellen-Riesenschildkröten können das schaffen, der Grönlandwal ebenso. Ein Zoo hat über den Arterhalt und das möglichst lange Erhalten der ihm anvertrauten Tiere weitere verantwortungsvolle Aufgaben. Dazu gehört die erlebnisorientierte Freizeitgestaltung für die Besucher, im Besonderen aber auch die Vermittlung von Bildungsinhalten und die Forschung.

Historien-Stelen an „historischen Orten“

Wer erinnert sich, wo sich die Bärenanlage befand oder an die Flusspferde und das Braunborsten-Gürteltier Charly? Der Zoo Magdeburg lädt seine Besucherinnen und Besucher ab dem 21. Juli 2020 ein, sich auf eine historische Zoo-Zeitreise zu begeben. Auf Historien-Stelen wird die wechselvolle Zoogeschichte erlebbar. Die Stelen sind genau an den historischen Orten zu finden und berichten in zwei verschieden Formaten Zoogeschichtliches: kindgerecht und für Erwachsene.

Zur Website des Magdeburger Zoos (Link)