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Dienstag, 23.10.2018

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Plenarsitzung

Präsidentin zeichnet Naturgärtner aus

„Die Beschäftigung mit Erde und Pflanzen kann der Seele eine ähnliche Entlastung und Ruhe geben wie die Meditation“ hat der deutsche Schriftsteller und Nobelpreisträger Hermann Hesse einmal gesagt. Und viele Gartenfreunde in Sachsen-Anhalt werden ihm da sicher zustimmen. Auch Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch ist für ihre Liebe zu Flora und Fauna bekannt. Das Symposium „Natur im Garten“ am Freitag 13. Juli 2018, im Rahmen der Landesgartenschau Burg, war daher eine Art „Heimspiel“ für sie.

Brakebusch wirbt für mehr Schulgärten

Gemeinsam mit dem Präsidenten des österreichischen Nationalrates Wolfgang Sobotka und Sachsen-Anhalts Landwirtschafts- und Umweltministerin Prof. Claudia Dalbert zeichnete Brakebusch Garteneigentümer aus Sachsen-Anhalt mit der Gartenplakette „Natur im Garten“ aus. Ebenso erhielten Schaugärten in Sachsen-Anhalt die Auszeichnung „Natur im Garten“.

Brakebusch sagte: „Die Plakette ,Natur im Garten‘ steht für die ökologische Gestaltung und Pflege eines Naturgartens und fördert so den Schutz und Erhalt einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt.“ Außerdem warb sie für mehr Schulgärten im Land. Wenn einige davon vollständig ökologisch bearbeitet würden, sei dies ein guter Anfang, meinte Brakebusch.

Mehr als 250 naturnahe Gärten im Land

Die gebietsübergreifende Aktion „Natur im Garten“ wurde im Jahr 1999 vom heutigen österreichischen Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka ins Leben gerufen. Im Jahr 2013 hat sich Sachsen-Anhalt dieser Aktion angeschlossen. Seit 2014 wurden daher bereits über 250 Garteneigentümerinnen und - eigentümer in Sachsen-Anhalt mit dieser Gartenplakette ausgezeichnet. Die Plakette steht für die ökologische Gestaltung und Pflege eines Naturgartens und fördert so den Schutz und Erhalt einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. 

Idee stammt aus Niederösterreich

Wolfgang Sobotka, Präsident des österreichischen Nationalrates, war vor nunmehr 18 Jahren Initiator der Idee „Natur im Garten“. Ziel ist es, Menschen wieder an das naturnahe Gärtnern heranzuführen, das bedeutet: Gärtnern ohne Pestizide, ohne Torf und ohne synthetischen Dünger. „Unser Leitgedanke ist: Gesund halten, was uns gesund hält.“ Mittlerweile hat die Idee Anhänger in ganz Europa gefunden und so wurde 2012 die European Garden Association gegründet. Die Gartenakademie in Sachsen-Anhalt ist eines ihrer Mitglieder.

Marketingstrategie für Gartentourismus entwickeln

Sobotka betonte, die Bewegung wolle ein Bewusstsein dafür schaffen, dass  Ökologie nicht nur aus Gesetzen und Vorschriften bestehe, sondern beim eigenen Gärtnern auch ganz praktisch erlebt werden kann. Bei seinem Treffen mit Ministerpräsidentin Dr. Reiner Haseloff im Wörlitzer Park sei zudem beschlossen worden, die Zusammenarbeit zwischen Sachsen-Anhalt und Niederösterreich zu intensivieren. Ziel sei unter anderem die Entwicklung einer gemeinsamen Marketingstrategie im Gartentourismus.

Ab 2017 zeichnet der gARTenakademie Sachsen-Anhalt e. V. Gärten und Parks mit der „Natur im Garten“ Plakette auch als Schaugärten aus. Die Schaugartenkultur Sachsen-Anhalts soll viele Ebenen darstellen: vom vielfältigen Kleingarten und Hausgarten über historische Gärten, Parks und Themengärten bis zu touristischen Großanlagen wie der Elbauenpark in Magdeburg.