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Freitag, 21.06.2019

2 Termine gefunden

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11:00 Uhr Datum: 21.06.2019

Ausschuss für Umwelt und Energie

32. Sitzung, im Anschluss an die Landtagssitzung
Landtag von Sachsen-Anhalt, Landtagsgebäude, Domplatz 6-9, 39104 Magdeburg

umw032e7.pdf (PDF, 454 KByte)


Plenarsitzung

Präsidentin empfängt Botschafter der Bienen

Gut 25 Kilometer zu Fuß von Burg bis in den Magdeburger Landtag hat Gerry Weber zurückgelegt, Anlass war der Weltbienentag („World Bee Day“) am 20. Mai. Der Bienenaktivist aus Burg wollte mit seinem fast sechsstündigen Fußmarsch entlang der B1 durchs Jerichower Land auf den kontinuierlichen Rückgang der Bienenvölker aufmerksam machen. Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch empfing ihn vor dem Landtag von Sachsen-Anhalt.

Mann als Biene verkleidet und Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch vor dem Landtag.
Bienenaktivist Gerry Weber aus Burg überreichte Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch ein Buch zur Geschichte der Bienen und bat sie, das Thema Bienenschutz erneut in den Landtag zu tragen. Foto Stefanie Böhme

Die Bedeutung von Bienen als Bestäuber für Biodiversität und Ernährungssicherheit sei elementar für die Menschheit. Mit dem heutigen „World Bee Day“ der Vereinten Nationen unterstreiche die Weltgemeinschaft auch die Erkenntnis über den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation und den dringenden Schutz der Bienen, erklärte Gerry Weber. Seinen Aktionsmarsch stellte der Sachsen-Anhalter unter das  Motto „Bee part of it”. Ziel der Aktion sei es, Bürgerinnen und Bürger für das Thema zu sensibilisieren und zum Nachdenken anzuregen.

Abgeordnete und Bürger wachrütteln

Symbolisch erschien Weber fünf Minuten vor 12 vor den Türen des Landtags, um seine Botschaft an Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch zu überbringen. Er bat sie, dass Thema in den Landtag zu tragen und auch die Abgeordneten erneut für das Bienensterben zu sensibilisieren. Diese hatten sich im September 2018 bereits in einer Aktuellen Debatte mit dem Bienensterben beschäftigt. Damals erklärte Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert, man müsse sich die Folgen des Insektensterbens vor Augen führen: Es handle sich um eine Katastrophe für die Artenvielfalt, denn die Tiere seien besonders wichtig für die Ökosysteme.

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Energie hat daher entsprechende Programme aufgelegt, um das Wildbienensterben zu stoppen. So werden beispielsweise der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel, die Anlage von Blühstreifen an Äckern und der Ökolandbau besonders gefördert. 

Hälfte der Wildbienenarten bedroht

Derzeit gebe es rund 16 000 Bienenvölker in Sachsen-Anhalt bei etwas mehr als 2000 Mitgliedern, erklärte  der Imkerverband des Landes. Das seien etwa 1 000 Zuchtbienen mehr als im Vorjahr. Bei den Wildbienen sehe es laut Naturschutzbund Sachsen-Anhalt etwas anders aus, da sie oftmals nicht genug Nahrung finden würden. Über die Hälfte der mehr als 500 Wildbienenarten in Deutschland gelten laut Deutscher Wildtierstiftung als bedroht.