Cookies helfen uns bei der Weiterentwicklung und Bereitstellung der Webseite. Durch die Bestätigung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden.

Samstag, 24.08.2019

Keine Termine vorhanden.

Plenarsitzung

Transkript

Frage 2
Stromsperren in Sachsen-Anhalt 2016


wird von der Abg. Kerstin Eisenreich, Fraktion DIE LINKE, gestellt. Sie haben das Wort. Bitte.


Kerstin Eisenreich (DIE LINKE):

Meine Damen und Herren! Zahlreiche Energieversorger haben ab Januar 2017 Strompreiserhöhungen angekündigt. Steigende Energiepreise stellen für Verbraucherinnen und Verbraucher eine enorme Belastung dar. Wenn diese Belastung nicht mehr tragbar ist und schließlich der Strom abgestellt wird, stellt dies eine soziale Katastrophe dar. Passiert dies in der Winter- und Weihnachtszeit, ist es ein Desaster.

Ich frage die Landesregierung:

1.    Wie viele Stromsperren gab es in Sachsen-Anhalt im Jahr 2016 und wie lange wurde die Energieversorgung eingestellt?

2.    Wie hat sich die Anzahl der Energieschuldnerinnen und Energieschuldner im Land in den letzten zehn Jahren entwickelt?


Präsidentin Gabriele Brakebusch:

Vielen Dank. - Auch für diese Frage ist Ministerin Frau Prof. Dr. Dalbert zuständig. Bitte, Sie haben das Wort.


Prof. Dr. Claudia Dalbert (Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie):

Danke, Frau Präsidentin. - Sehr geehrte Abgeordnete! Ich beantworte die Frage der Abg. Eisenreich namens der Landesregierung wie folgt.

Zu erstens und zweitens. Die Zahl der Stromsperrungen von Haushaltskunden wird seit 2011 jährlich für den gemeinsamen Monitoringbericht der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts für das gesamte Bundesgebiet erfasst. Der aktuelle Monitoringbericht 2016 wurde am 1. Dezember dieses Jahres vorgelegt und beinhaltet die Zahlen für das Jahr 2015.

Bundesweit wurden dabei durch die Verteilnetzbetreiber rund 331 000 Sperrungen gemeldet. Gegenüber 2014 ist die Zahl um etwa 20 000 Sperrungen zurückgegangen.

Die Dauer der Stromsperren wird nicht erfasst.

Die Erhebungen für 2016 wurden bisher durch die Bundesnetzagentur noch nicht durchgeführt.

Darüber hinaus liegen der Landesregierung keine Informationen vor.

Die Erhebungsmethode der Bundesnetzagentur ermöglicht keine bundesländerscharfe Auswertung. Die angefragten Daten sind auch nicht Gegenstand der amtlichen Statistik des Statistischen Landesamtes oder anderer Stellen, etwa der Bundesagentur für Arbeit. Dies gilt auch hinsichtlich der angefragten Entwicklung bei den Energieschuldnerinnen und Energieschuldnern in den letzten zehn Jahren.